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Über den Verbund Arbeitsprogramm
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Die Kurzbeschreibung des Verbund Forschungsdaten Bildung zum Download

VFDB_Kurzbeschreibung_20160922.png

 

Arbeitsprogramm des Verbund Forschungsdaten Bildung

Um die Multidisziplinarität und Größe der bundesdeutschen empirischen Bildungsforschung adressieren zu können, bedarf es einer vernetzten Forschungsdateninfrastruktur, die verteilt vorliegende Angebote unterschiedlicher Forschungsdatenzentren bündelt und Forschenden Services bedarfsorientiert und nutzerfreundlich bereitstellt.

Der Verbund Forschungsdaten Bildung (VFDB) hat es sich daher zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit relevanten Akteuren aus Wissenschaft, Politik und Forschungsförderung eine leistungsfähige Infrastruktur für die empirische Bildungsforschung aufzubauen. Diese soll die spezifischen Bedarfe der Scientific Communities adäquat bedienen und die empirische Bildungsforschung dabei unterstützen, exzellente Forschung durchführen zu können.

Hierzu planen DIPF, GESIS und IQB im Verbund mit anderen Forschungsdatenzentren (FDZ) in der zweiten Förderphase (2016-2019),

 Services der Archivierung und Bereitstellung von Forschungsdaten anzubieten,

 das in der Pilotphase entwickelte Online-Portal mit Suchfunktion über Studien und Datenbestände der empirischen Bildungsforschung auszubauen,

 Forscher/innen bei der Datenproduktion durch begleitende Schulungs- und Beratungsangebote zum Forschungsdatenmanagement zu unterstützen und

 ausgewählte, konzeptionelle Fragen im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Infrastrukturservices zu bearbeiten.

In seiner Arbeit unterstützt der VFDB eine Vision von Open Data, in der die datenschutzrechtlichen und ethischen Verpflichtungen gegenüber den Betroffenen gewahrt und die first user Ansprüche der Datenproduzenten respektiert werden.

letzte Änderung: 18.04.2017

Ansprechpartner

Thomas Schwager (DIPF)

069 / 24708 - 324

Team Daten (Ingest):

  • Marcus Eisentraut (GESIS)
  • Karoline Harzenetter (GESIS)
  • Claudia Neuendorf (IQB)
  • Lisa Pegelow (IQB)
  • Maike Porzelt (DIPF)
  • Thomas Schwager (DIPF)

IT

  • Björn Buchal (DIPF)
  • Thorsten Busert (DIPF)

 

Services der Archivierung und Bereitstellung von Forschungsdaten

Wie bereits in der ersten Förderphase des VFDB (10/2013-09/2016) werden die drei Institute GESIS, DIPF und IQB auch in der zweiten Förderphase Forschungsdaten archivieren und zur Nachnutzung bereitstellen.

Hierzu wird eine Online-Registrierungsmöglichkeit implementiert, die es Bildungsforscher/innen erlaubt, Studien zu melden und Daten zu übermitteln. Im Portal forschungsdaten-bildung.de werden die Daten über Metadaten erfasst und angezeigt. Die Forschungsdaten selbst werden dezentral bei den jeweils zuständigen FDZ im Verbund archiviert und bereitgestellt.

Um der Vielfalt der empirischen Bildungsforschung nachhaltig gerecht werden zu können, sollen die Services weiterer relevanter Forschungsdatenzentren mit dem bestehenden Angebot verknüpft werden. Dabei sind verschiedene Kooperationsformen geplant, die die verschiedenen Ausgangslagen und Möglichkeiten der jeweiligen FDZ berücksichtigen.

Output

  • Registrierungstool (incl. Meldeformular und Uploadmöglichkeit) (2017)
Ansprechpartner

Thomas Schwager (DIPF)

069 / 24708 - 324

Team Metadaten:

  • Karoline Harzenetter (GESIS)
  • Reiner Mauer (GESIS)
  • Thomas Schwager (DIPF)

 IT

  • Henning Hinze (DIPF)

Web-Portal für Studien und Daten der Bildungsforschung

Zentral für den Erhalt und die Nachnutzung von Forschungsdaten ist deren Sichtbarkeit und Auffindbarkeit. Hierzu wird der VFDB die Dokumentation von Studien und Daten im Web-Portal forschungsdaten-bildung.de ausbauen. Dezentral, an den einzelnen FDZ, gesicherte und bereitgestellte Daten werden so unabhängig von ihrem Aufbewahrungsort zentral nachgewiesen. Realisiert wird dies über einen Metadatenaustausch mit dem Portal da|raSearchNet. Darüber hinaus schafft der VFDB durch die Verknüpfung von Daten mit den darauf basierenden Publikationen einen zusätzlichen Mehrwert. Eine wichtige Voraussetzung für einen zentralen Datennachweis ist die Harmonisierung der zur Beschreibung eingesetzten Metadaten und die Entwicklung von Standards und Best Practices für die Beschreibung und Erschließung von Forschungsdaten. Dieses soll in der zweiten Förderphase in Kooperation mit weiteren FDZ mit Bezug zur empirischen Bildungsforschung erarbeitet werden.

Output

  • Arbeitspapier Metadatenset
  • Verknüpfung der Studien mit ca. 500 Publikationen aus der EBF-Publikationsdatenbank
  • Metadatenaustausch
Ansprechpartner

Marcus Eisentraut (GESIS)

0221 / 47694-473

Team Datenmanagement:

  • Marcus Eisentraut (GESIS)
  • Karoline Harzenetter (GESIS)
  • Alexia Meyermann (DIPF)
  • Maike Porzelt (DIPF)

Schulungs- und Beratungsangebote zum Forschungsdatenmanagement

Forscher/innen werden durch vielfältige Schulungs-, Informations- und Beratungsangebote bei der Produktion qualitativ hochwertiger und nachnutzbarer Forschungsdaten unterstützt.

Das zweitägige Workshopangebot „Forschungsdatenmanagement für die empirische Bildungsforschung“ wird hierzu bedarfsorientiert weiterentwickelt und zukünftig im jährlichen Turnus durch GESIS angeboten werden.

Um die Reichweite der Qualifizierungsangebote weiter zu erhöhen, wird das bisherige Schulungsprogramm zusätzlich ergänzt durch

  • Webinare,
  • ein begleitendes Diskussionsforum im Web und
  • die Ausbildung von Multiplikatoren („Train-The-Trainer“).

Zudem soll das Thema Forschungsdatenmanagement zukünftig stärker in grundständiger Weise innerhalb der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses verankert werden. Zu diesem Zweck wird mit Fachgesellschaften und Trägern renommierter Graduiertenkollegs und Summer Schools die Einbindung dieses Querschnittsthemas in deren Programmplanung umgesetzt.

Output

  • Workshop Forschungsdatenmanagement für die Bildungsforschung (jährlich)
  • Webinare (jährlich)
  • Workshopmodule im Rahmen von Summer Schools (jährlich)
  • Train-the-Trainer-Workshop (2018)

Arbeitspakete

Arbeitspaket Akquisitionskonzept

Welche Forschungsdaten sollen zukünftig akquiriert werden?

Während der ersten Förderphase war der VFDB ausschließlich für Projekte des BMBF-Rahmenprogramms zur Förderung der empirischen Bildungsforschung zuständig.Im Zuge der zweiten Förderphase erfolgt eine Öffnung auch für andere Projekte. Dies erfordert ein Akquisiti-onskonzept zur systematischen Erfassung und Auswahl produzierter Datenbestände der empirischen Bildungsforschung.

Hierzu sind Recherchen abgeschlossener und laufender Studien ebenso erforderlich wie der Kontakt zu Förderorganisationen sowie zu den Universitäten und Forschungsinstituten, an denen Bildungsforschungsdaten produziert und aufbewahrt werden.

Im Ergebnis sollte ein Akquisitionskonzept entwickelt werden, aus dem hervorgeht, welche Daten durch den VFDB aktiv akquiriert und vorrangig bearbeitet werden sollten.

Ansprechpartner: GESIS, Reiner Mauer

Output:


Arbeitspaket Archivierungs- und Servicepolicy

Wie (intensiv) sollten und können diese Daten jeweils bearbeitet und aufbewahrt (kuratiert) werden?

Im Rahmen einer Archivierungs- und Servicepolicy sollen Standards zur differenzierten Bearbeitung von Forschungsdaten definiert werden.

Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass vollumfassende Archivierungs- und Bereitstellungsservices aus Kapazitäts- bzw. Kostengründen nicht für alle Forschungsdaten gleichermaßen angeboten werden können und auch nicht in gleichem Maße angeboten werden müssen. Je nach technischer Beschaffenheit, Sensibilität oder der Dokumentationsqualität variieren sowohl die auf Seiten der FDZ erforderlichen Bearbeitungsaufwände als auch die Nachnutzungspotenziale der Daten.

Daher soll ein Stufenmodell ausgearbeitet werden, das die Heterogenität der Ausgangslagen der Forschungsdaten berücksichtigt und entsprechend differenzierte Services der Dokumentation und Aufbereitung erlaubt. Die Servicestufen unterscheiden sich darin, wie feingranular Datenbestände dokumentiert (z. B. auf Ebene der einzelnen Transkripte, Aufzeichnungseinheiten oder Variablen) und wie intensiv sie aufbereitet werden (bspw. Erstellen zusätzlicher Kontextmaterialien, Durchführung zusätzlicher Fehlerprüfungen, weitergehende Anonymisierungsmaßnahmen).

Das Vorliegen einer Archivierungs- und Servicepolicy soll die Bearbeitung von Daten durch den VFDB kriteriengestützt, transparent und nachvollziehbar begründen.

Ansprechpartnerin: DIPF, Maike Porzelt

Output:


Arbeitspaket Geschäftsmodelle

Wie können unterschiedliche Services finanziert werden und welche Kosten entstehen für die Bearbeitung der Daten?

Zur Beantwortung dieser Fragen werden u. a. alternative Gebührenmodelle für die konkreten Serviceleistungen der FDZ im VFDB erarbeitet. In einem ersten Schritt gilt es hierzu, Zeit- und Ressourcenaufwände zu erfassen, die für die Archivierung und Bereitstellung unterschiedlicher Datenbestände bei den jeweiligen FDZ entstehen sowie die jeweiligen Kostentreiber (z. B. Datentyp, Materialart, Umfang) zu identifizieren. In einem zweiten Schritt werden verschiedene Szenarien der Refinanzierung einzelner Services und deren Allokationswirkungen vergleichend diskutiert. Ein tragfähiges Geschäftsmodell ist notwendig, um den Ressourceneinsatz zur Archivierung und Bereitstellung von Forschungsdaten effektiv planen und steuern zu können. Der VFDB befasst sich hier mit einer neuen Herausforderung und einem Desiderat für die bundesdeutsche Forschungsdateninfrastruktur.

Ansprechpartnerin: DIPF, Alexia Meyermann

Output:


Arbeitspaket Selektion von Forschungsdaten

Welche Selektionskriterien und -verfahren können für eine differenzierte Bearbeitung von Forschungsdaten angewandt werden?

Im Austausch mit der Forschungscommunity soll in Ergänzung zu dem vom VFDB entwickelten Akquisitionskonzept und der entwickelten Archivierungs- und Servicepolicy (vgl. oben) der Frage der Selektion von Forschungsdaten auf Basis ihres Nachnutzungspotentials nachgegangen werden. Angesichts großer und steigender Mengen an Forschungsdaten bei gleichzeitig begrenzten Ressourcen für die Archivierung, d. h. die Aufbereitung, Dokumentation und Sicherung der nachhaltigen Zugänglichkeit, geht es darum, zu entscheiden, welche Daten für welchen Zeitraum, in welcher Form zu archivieren und bereitzustellen sind (bspw. über FDZ oder universitäre Repositorien, vollständig oder teilweise).

Hierzu sind Kriterien und Verfahren zur Beurteilung der Nachnutzungspotenziale von Forschungsdaten zu entwickeln, die derartige Entscheidungen begründen und transparent und nachvollziehbar gestalten. Das Thema wird im Rahmen eines Workshops unter anderem mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen beispielsweise aus LERN, DGfE und GEBF erarbeitet werden.

Ansprechpartner: IQB

Output


Arbeitspaket Infrastrukturangebote für qualitative Daten / qualitative Sekundärforschung

Der VFDB geplant, die explorativen Aktivitäten im Bereich der qualitativen Daten zu intensivieren und gemeinsam mit der Fachcommunity gezielt die offenen Fragen im Hinblick auf die Machbarkeit qualitativer Sekundärforschung in den Blick zu nehmen. Wenngleich sich der Diskurs in den letzten Jahren auch in Deutschland verstärkt hat, fehlt es nach wie vor an praktischen Erfahrungen mit der qualitativen Sekundärforschung. Auch sind die Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Archivierungsverpflichtungen auf die Forschungspraxis hoch. Entsprechende Diskurse sind daher zwingend erforderlich, wenn sich eine Kultur des Data Sharing auch für die qualitative Sozialforschung etablieren soll. Hierzu werden gemeinsam mit qualitativen Forscherinnen und Forschern in einem Workshop die Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen der Sekundärnutzung von qualitativen Daten diskutiert werden. Die Ergebnisse dieses Workshops sollen verschriftlicht und publiziert werden. Die weiteren Schritte und vorhandenen Bedarfe sind mit den Teilnehmenden abzustimmen.

Ansprechpartner: DIPF

Output

Hinweise

Die Kurzbeschreibung des Verbund Forschungsdaten Bildung zum Download

VFDB_Kurzbeschreibung_20160922.png

 

Ansprechpartner

Thomas Schwager (DIPF)

069 / 24708 - 324

Team Daten (Ingest):

  • Marcus Eisentraut (GESIS)
  • Karoline Harzenetter (GESIS)
  • Claudia Neuendorf (IQB)
  • Lisa Pegelow (IQB)
  • Maike Porzelt (DIPF)
  • Thomas Schwager (DIPF)

IT

  • Björn Buchal (DIPF)
  • Thorsten Busert (DIPF)

 

Ansprechpartner

Thomas Schwager (DIPF)

069 / 24708 - 324

Team Metadaten:

  • Karoline Harzenetter (GESIS)
  • Reiner Mauer (GESIS)
  • Thomas Schwager (DIPF)

 IT

  • Henning Hinze (DIPF)
Ansprechpartner

Marcus Eisentraut (GESIS)

0221 / 47694-473

Team Datenmanagement:

  • Marcus Eisentraut (GESIS)
  • Karoline Harzenetter (GESIS)
  • Alexia Meyermann (DIPF)
  • Maike Porzelt (DIPF)


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