Peer-gestützte Präventionsmaßnahmen zur Förderung mathematischer Basiskompetenzen

Studienlaufzeit
  • 2010 - 2013
Leitung Ennemoser, Marco / Krajewski, Kristin
Mitarbeit Rezagholinia, Sandra / Olyai, Nadja / Haschke, David / Vossen, Armin
Beteiligte Institution
Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde der Frage nachgegangen, zu welchem Zeitpunkt, ob kurz vor oder nach Schuleintritt, und unter welchen instruktionalen Rahmenbedingungen wie z.B. Anleitung durch Erzieher/Lehrer oder Lernen mit Gleichaltrigen Maßnahmen zur Vermeidung von Rechenschwierigkeiten optimalerweise stattfinden sollten. Dabei wurde zunächst überprüft, inwiefern sich Fördermaßnahmen im Kindergarten im Vergleich zur Förderung unmittelbar nach Schuleintritt als unterschiedlich wirksam erweisen. Es wurde untersucht, inwieweit sich das Potenzial der Förderung von numerischen Basiskompetenzen mit dem MZZ [Mengen, Zählen, Zahlen]-Programm, in der Standardversion durch Erzieher /Lehrer angeleitet, durch die Kombination mit dem Ansatz des peer-gestützten Lernens (...) weiter optimieren lässt. Zu beiden Förderzeitpunkten und für beide Trainingsvarianten wurde überprüft, inwiefern die Effektivität der Förderung auch von Drittvariablen wie z. B. der Ausgangslage vor der Förderung, Gedächtnisfähigkeiten, Bildungshintergrund der Familie abhängt. [Dafür] wurde eine Langzeitstudie mit circa 730 Kindern durchgeführt, welche sich zu Beginn der Studie im letzten Kindergartenjahr befanden und fünf verschiedenen Gruppen zugewiesen wurden. Zwei Gruppen mit je circa 130 Kindern erhielten im letzten halben Jahr vor Schuleintritt eine im Kindergartenalltag durchgeführte Förderung mathematischer Basiskompetenzen mit dem Förderprogramm MZZ. Dieses wurde entweder nach Standardinstruktion (Gruppe 1) oder über den Ansatz des peer-gestützten Lernens (Gruppe 2) eingesetzt. Zwei weitere Gruppen mit je 120 Kindern erhielten diese Förderung erst nach Schuleintritt als unterrichtsintegrierte Förderung (Gruppen 3 und 4). Die verbleibenden 230 Kinder bildeten die Kontrollgruppe (Gruppe 5). Um Fördereffekte erfassen zu können, wurden die Kinder sowohl im Vorschuljahr als auch in der ersten Klasse jeweils unmittelbar vor und nach der Förderung untersucht. Zur Analyse langfristiger Fördereffekte wurden die Leistungsentwicklungen der Kinder bis zur ersten bzw. zweiten Klasse verfolgt. Das Vorhaben untergliederte sich in zwei Teile. Der Fokus des einen Teilprojekts lag auf der Durchführung und Auswertung der primärpräventiven Maßnahmen. Im anderen Teilprojekt fand die Betreuung der Schulfördergruppen sowie eines Teils der Kontrollgruppe statt. Außerdem wurden die sekundärpräventiven Maßnahmen in der Schule umgesetzt. (DIPF/Projektträger)
Kontakt der Studie
  • ennemoser@ph-ludwigsburg.de; krajewski@ph-ludwigsburg.de
Website
Förderprogramm / Forschungsprogramm
Fördereinrichtung Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen 01GJ1005A / 01GJ1005B
Anmerkungen (Projekt)
  • Das Verbundprojekt unterteilt sich in einen von Kristin Krajewski geleiteten primärpräventiven Teil (Projektlaufzeit: 01.09.2010-31.10.2013) und einen von Marco Ennemoser verantworteten sekundärpräventiven Teil (Laufzeit: 01.09.2010-31.08.2013).
Anmerkungen (Studie)
  • Das Verbundprojekt unterteilt sich in einen von Kristin Krajewski geleiteten primärpräventiven Teil (Projektlaufzeit: 01.09.2010-31.10.2013) und einen von Marco Ennemoser verantworteten sekundärpräventiven Teil (Laufzeit: 01.09.2010-31.08.2013).

Publikationen

  • Ennemoser, M. & Krajewski, K. (2015). Pädagogisch-psychologische Lernförderung im Kindergarten- und Einschulungsalter. In Wild, E. & Möller, J. (Eds.), Pädagogische Psychologie. 2., vollst. überarb. und aktualisierte Aufl (pp. 371-399). Springer.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Krajewski, K. (2014). Förderung des Zahlverständnisses. In Laut, G. & Grünke, M. & Brunstein, J. (Eds.), Interventionen bei Lernstörungen. Förderung, Training und Therapie in der Praxis. 2., überarb. und erw. Aufl. (pp. 199-208). Hogrefe.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Haschke, D. & Vossen, A. & Krajewski, K. & Ennemoser, M. (2013). Curricular-valide Diagnostik mathematischer Schulleistungen mit dem Deutschen Mathematiktest für neunte Klassen (DEMAT 9). In Hasselhorn, M. & Heinze, A. & Schneider, W. & Trautwein, U. (Eds.), Diagnostik mathematischer Kompetenzen (pp. 261-270). Hogrefe.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Krajewski, K. (2013). Dyskalkulie, Rechenschwäche, Prävention. In Wirtz, M. (Ed.), Dorsch - Lexikon der Psychologie. 16., vollst. überarb. Aufl (pp. 409). Huber.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Krajewski, K. (2013). Dyskalkulie, Rechenschwäche, Training. In Wirtz, M. (Ed.), Dorsch - Lexikon der Psychologie. 16., vollst. überarb. Aufl (pp. 409). Huber.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Krajewski, K. & Ennemoser, M. (2013). Entwicklung und Diagnostik der Zahl-Größen-Verknüpfung zwischen 3 und 8 Jahren. In Hasselhorn, M. & Heinze, A. & Schneider, W. & Trautwein, U. (Eds.), Diagnostik mathematischer Kompetenzen (pp. 41-66). Hogrefe.
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  • Ennemoser, M. & Krajewski, K. (2013). Entwicklungsorientierte Diagnostik mathematischer Basiskompetenzen in den Klassen 5 bis 9. In Hasselhorn, M. & Heinze, A. & Schneider, W. & Trautwein, U. (Eds.), Diagnostik mathematischer Kompetenzen (pp. 225-240). Hogrefe.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Krajewski, K. (2013). Mathematische Frühförderung. In Wirtz, M. (Ed.), Dorsch - Lexikon der Psychologie. 16., vollst. überarb. Aufl (pp. 997). Huber.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Krajewski, K. (2013). Mathematische Repräsentationsformen. In Wirtz, M. (Ed.), Dorsch - Lexikon der Psychologie. 16., vollst. überarb. Aufl (pp. 999). Huber.
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  • Krajewski, K. (2013). Test zur Erfassung mathematischer Basiskompetenzen ab Schuleintritt (MBK 1+). In Wirtz, M. (Ed.), Dorsch - Lexikon der Psychologie. 16., vollst. überarb. Aufl (pp. 1538). Huber.
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  • Krajewski, K. (2013). Trainingsprogramm Mengen, Zählen, Zahlen. In Wirtz, M. (Ed.), Dorsch - Lexikon der Psychologie. 16., vollst. überarb. Aufl (pp. 1567). Huber.
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  • Krajewski, K. (2013). Wie bekommen die Zahlen einen Sinn. Ein entwicklungspsychologisches Modell der zunehmenden Verknüpfung von Zahlen und Größen. In Aster, M. & Lorenz, J. (Eds.), Rechenstörungen bei Kindern. Neurowissenschaft, Psychologie, Pädagogik. 2., überarb. und erw. Aufl (pp. 155-179). Vandenhoeck & Ruprecht.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
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