Zwischen Familie und Schule: Analyse kontrastierend ausgewählter Jugendverbände

Untypische Bildungsverläufe und verbandstypische Orientierungen: Teilprojekt B

Studienlaufzeit
  • 2012 - 2015
Leitung Kleemann-Göhring, Mark / Bremer, Helmut
Mitarbeit Kleemann-Göhring, Mark
Beteiligte Institution
Das qualitativ angelegte Verbundvorhaben untersuchte in sechs Jugendverbänden, inwiefern mit verbandstypischen Orientierungen und Praktiken auch Zugänge zu Bildung und Strategien des Bildungserwerbs von Jugendlichen verbunden sind. (...) Ein besonderer Fokus lag dabei auf den milieuspezifischen Verbandskulturen, dem Entstehen von Interessen und den impliziten Förderstrukturen in Jugendverbänden. Die Auswahl der Jugendverbände erfolgte [kontrastierend] unter dem Vorsatz, ein möglichst breites Spektrum (weltanschaulich, thematisch und vor allem in Bezug auf die Milieuzugehörigkeit) von engagierten Jugendlichen abzudecken. [Folgende Bereiche wurden berücksichtigt:] (1) Bund der deutschen Landjugend (Jugendverband aus einer ländlich-bäuerlichen Tradition); (2) Deutsche Jugendfeuerwehr (Jugendverband einer Hilfsorganisation); (3) IG-Metall Jugend (Jugendverband aus der Tradition der Arbeiterbewegung); (4) eine Selbstorganisation von Migranten, die eng mit dem Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt zusammenarbeitet; (5) Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (Jugendverband aus christlich-bürgerlicher Tradition); (6) eine Fußball-Ultras-Gruppe (eher informeller Zusammenschluss ohne ausgeprägte Verbandsstruktur). (...) In diesem Teilprojekt wurden die milieuspezifischen Orientierungen und Bildungsstrategien in Form von Gruppenerhebungen habitusanalytisch und milieuanalytisch exploriert. Hierzu wurden Gruppendiskussionen durchgeführt. (...) Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Jugendverbände aufgrund ihrer Traditionen und Verbandskulturen unterschiedliche soziale Milieus ansprechen. (...) Aufgrund dieser Milieubezogenheit stehen Jugendverbände den Alltagswelten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen näher als Institutionen des formalen Bildungssystems. Hierdurch kann die sehr heterogen aufgestellte Jugendverbandsarbeit ein relativ breites Spektrum Jugendlicher und junger Erwachsener ansprechen. Allerdings (...) gibt es soziale Milieus, die nur in geringem Maße angesprochen werden (Milieuverengung) und von den etablierten Verbandskulturen unbeabsichtigt ausgegrenzt werden. Besonders häufig sind es Jugendliche aus benachteiligten Lebenslagen, die in Jugendverbänden unterrepräsentiert sind. (DIPF/Projekt/Projektträger)
Website
Förderprogramm / Forschungsprogramm
Fördereinrichtung Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen 01JC1124B
Forschungsdesign
  • Fallstudie
  • Querschnitt
  • Anmerkung: Gruppenwerkstätten mit habitushermeneutischer Auswertung
Untersuchungsgebiet (geogr.)
  • Deutschland; Hamburg; Nordrhein-Westfalen; Schleswig-Holstein
Erhebungseinheit Jugendverband
Auswahlverfahren
  • Nicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl Bewusste Auswahl
  • Kriterium war, dass die Jugendlichen in den Jugendverbänden ein Ehrenamt übernehmen (Ebene Gruppenleitung). Weitere Kriterien zur Zusammenstellung des Samples waren eine angemessene Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund, Stadt/Land.
Grundgesamtheit / Population
  • In Jugendverbänden (N=6) engagierte Jugendliche und junge Erwachsene (N=44)

Jugendverbandstudie - Transkripte der Gruppendiskussionen

Erhebungszeitraum
  • 2013 - 2014
Art der Daten
  • Qualitatives, nicht oder gering standardisiertes Datenmaterial
Erhebungsverfahren
  • Fokusgruppe / Gruppenbefragung
Anmerkungen zu den Daten Dem FDZ Bildung liegen die Transkripte der Gruppendiskussionen vor. Die Daten können aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht bereitgestellt werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die archivierende Einrichtung.
Verfügbarkeit Nein
Archivierende Einrichtung

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