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Über den Verbund Collection Policy

Collection Policy des Verbund Forschungsdaten Bildung (VerbundFDB)

Die Sammlung, Archivierung und Bereitstellung von Forschungsdaten, Informationen und Wissensbeständen stellt eine der vordringlichsten strategischen Aufgaben für eine effiziente und qualitätsgesicherte Forschung dar (vgl. z. B. Wissenschaftsrat 2012).

Vor diesem Hintergrund haben sich die drei Institute DIPF, GESIS und IQB zusammengeschlossen, um ihre Angebote und Services für die empirische Bildungsforschung weiter auszubauen und ihre Angebote besser miteinander zu vernetzen. Der Verbund Forschungsdaten Bildung (VerbundFDB) versteht sich als Dienstleister für die empirische Bildungsforschung mit der Aufgabe, Forschungsdaten und die eingesetzten Erhebungsinstrumente zu archivieren und diese Daten der wissenschaftlichen Community für Re- und Sekundäranalysen sowie zum Einsatz in der Lehre bereitzustellen. Der VerbundFDB leistet damit einen wichtigen Beitrag, um eine dauerhafte Nachvollziehbarkeit von Forschungsprozessen und Forschungsergebnissen zu gewährleisten.

Zur Definition des Tätigkeitsfelds und zur Festlegung des Aufgabenbereichs des Verbunds folgen wir der Definition der empirischen Bildungsforschung von Prenzel (2006, S. 73):

„Ihr Gegenstand umfasst Voraussetzungen, Prozesse und Ergebnisse von Bildung über die Lebensspanne, und zwar innerhalb und außerhalb von (Bildungs-)Institutionen und im gesellschaftlichen Kontext. Ihr Anliegen ist es, die Bildungswirklichkeit zu verstehen und zu verbessern; sie zielt auf ein grundlegendes und anwendungsbezogenes Wissen, auf Beschreibungs-, Vorhersage-, Erklärungs- und Veränderungswissen.“

 Ziel und Aufgabe

 Welche Daten nimmt der VerbundFDB auf?

 Weiterführende Hinweise und Quellen

Ziel und Aufgabe

Ziel des VerbundFDB ist es, die gesamte Bandbreite der empirischen Bildungsforschung zum lebenslangen Lernprozess – von frühkindlicher Bildung bis hin zur Erwachsenenbildung – adäquat abzudecken und als Ansprechpartner für die Archivierung, die Bereitstellung und den Nachweis von Forschungsdaten empirischer Bildungsforschung zur Verfügung zu stehen. Dieser Service richtet sich vorranging an Forschende, deren Projekte einen Bezug zum deutschen und deutschsprachigen Bildungssystem bzw. -wesen aufweisen.

Der VerbundFDB hat die Funktion, ausgewählte Forschungsdaten und dazugehörige Erhebungsinstrumente der Bildungsforschung für die wissenschaftliche Nachnutzung zu kuratieren und bereitzustellen. Hier fokussiert der VerbundFDB im Forschungsprozess entstandene und digital vorliegende Daten. Dies umfasst Daten aus quantitativ und aus qualitativ ausgerichteten Studien. Dazu gehören derzeit etwa Texte, Audio- und Videodaten, Surveydaten sowie Daten aus Leistungs- und Kompetenzmessungen. Zusätzlich sammelt der Verbund Dokumentationsmaterialien, die dem Verständnis der Daten dienen und zu ihrer Nachnutzungsbarkeit beitragen wie etwa Codebücher und Methodenberichte oder auch Dokumentationen der eingesetzten Erhebungsinstrumente (Auflistung der Forschungsdaten und zugehöriger Materialien, die der VerbundFDB kuratiert und bereitstellt, findet sich unter Welche Daten?)

Darüber hinaus ist der VerbundFDB bestrebt, über sein Recherchesystem die vielfältigen, verteilt vorliegenden Forschungsdaten des gesamten interdisziplinären Feldes der Bildungsforschung und deren Zugangsmöglichkeiten nachzuweisen.

Welche Daten nimmt der VerbundFDB auf?

Folgende formale und inhaltliche Kriterien werden für eine Aufnahme zu Grunde gelegt:

Inhaltliches Kriterium: Im Zentrum steht die Frage, ob bei den vorliegenden Daten ein hinreichendes Nachnutzungspotenzial für andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der empirischen Bildungsforschung angenommen werden kann bzw. ob diese  auch für zukünftige Forschungsfragen von Interesse sein können.  Anhand einer Kombination von ausgewählten Aspekten wird hierzu eine Einschätzung vorgenommen:

Die Datenbestände werden nach der Beurteilung des Materials anhand der genannten inhaltlichen und formalen Kriterien vom VerbundFDB aufgenommen und anschließend zur Aufbereitung und Dokumentation an die dezentralen (Forschungs-)Datenzentren des VerbundFDB übergeben.

Sollten Datenbestände auf Grundlage der vorliegenden Sammelrichtlinie nicht aufgenommen werden können, unterstützt der VerbundFDB Datengebende dabei, ein geeignetes Repositorium bzw. Datenzentrum für die Archivierung ihrer Daten zu finden.

Weiterführende Hinweise und Quellen

Wissenschaftsrat (2012).  Archive, Bibliotheken, Sammlungen, Forschungsdaten: Weiterentwicklung von Informationsinfrastrukturen muss besser koordiniert werden!   (Pressemitteilung 17, Zugriff am 01.10.2018).

Prenzel, M. (2006). Bildungsforschung zwischen pädagogischer Psychologie und Erziehungswissenschaft. In H. Merkens (Hrsg.), Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung. Wiesbaden: VS.