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Forschungsdaten

DOI: 10.4232/1.11701
[Umfrage- und Aggregatdaten]

DOI: 10.4232/1.11702
[Umfrage- und Aggregatdaten]

DOI: 10.4232/1.11703
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Die Rolle sozialer Ressourcen bei der Erklärung von ethnischen Bildungsungleichheiten im deutschen Schulsystem

Laufzeit01.11.2010 - 31.12.2013

Das Promotionsprojekt befasste sich mit der Frage, inwieweit der Bildungserfolg von Schülern und die Bildungsungleichheiten zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen auf die jeweilige Zusammensetzung der sozialen Netzwerke von Schülern und deren Eltern zurückgeführt werden können. Neben der sozialen wurde insbesondere auch die ethnische Netzwerkzusammensetzung berücksichtigt. Es wurde zwischen Auswirkungen auf die schulischen Leistungen, Bildungswünsche und Entscheidungen an wichtigen Übergängen im Bildungssystem unterschieden. Zusätzlich wurde der Einfluss sozialer Netzwerke auf den Erfolg bei der Lehrstellensuche im deutschen Ausbildungssystem untersucht. In den Analysen wurden Einheimische mit Schülern, die aus der Türkei stammen, und mit (Spät-)Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion verglichen. (…) Ausgehend von einer umfangreichen deskriptiven Darstellung wurden multivariate Modelle berechnet, um so den Einfluss sozialer Netzwerke unter Kontrolle anderer wichtiger Einflussfaktoren analysieren zu können. Die Analysen deuteten darauf hin, dass die soziale Zusammensetzung der Netzwerke der Mütter und die Wertvorstellungen der Freundesgruppe der Schüler eine wichtige Rolle spielen. Dabei war der Einfluss auf die Bildungswünsche am stärksten ausgeprägt, am schwächsten auf die schulischen Leistungen. Die ethnische Zusammensetzung wirkte sich auf die Deutschleistungen von Migranten aus. Hinsichtlich der Ausbildungssuche zeigte sich, dass die sozialen Netzwerke der Mütter bedeutsam für den Erfolg waren. Die Ethnie der Kontakte spielte dabei allerdings keine Rolle. Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Netzwerke eine wichtige Rolle für die Bildungskarrieren von Schülern spielen, wobei die soziale Zusammensetzung deutlich wichtiger zu sein scheint als die ethnische. Der Effekt auf ethnische Bildungsungleichheiten ist begrenzt. (DIPF/Projektträger)

ProjektleitungKogan, Irena

Beteiligte Wissenschaftler/innenRoth, Tobias

Beteiligte Institution(en)Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (Universität Mannheim)

Kontakt des Projektsirena.kogan@uni-mannheim.de

Projektwebsitehttp://www.mzes.uni-mannheim.de/pro_d.php/?n=361

SchlagwörterSchulerfolg; Schulsystem; Bildungserfolg; Bildungsbiografie; Aussiedler; Sowjetunion; Türke; Deutscher; Schüler; Kind; Migrationshintergrund; Bildungschance; Ausbildungsplatzsuche; Benachteiligung; Entscheidung; Soziale Herkunft; Familie; Eltern; Soziales Netzwerk; Vergleich; Sekundäranalyse; Deutschland

Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Promotionsförderung für Nachwuchswissenschaftler/-innen - Bildungsforschung auf der Grundlage von Daten der amtlichen Statistik sowie Prozess- und Paneldaten unterschiedlicher Provenienz (einschließlich der Indikatorenforschung)

FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderkennzeichen01JG1053

UntersuchungsdesignSekundäranalytische Verfahren

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

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