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Forschungsdaten

DOI: 10.5159/IQB_Stereotype_Threat_v4
[Kompetenz- und Leistungsdaten]

DOI: 10.5159/IQB_LV_2008_v1
[Kompetenz- und Leistungsdaten]

DOI: 10.5159/IQB_Stereotype_Threat_v4
[Umfrage- und Aggregatdaten]

Stereotype Threat als Ursache niedriger Leistungen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem

Laufzeit01.01.2012 - 31.12.2014

Ziel des Forschungsprojektes war es, den Einfluss fähigkeitsbezogener negativer Stereotype auf akademische Leistungen von Schülern mit (türkischem) Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem in verschiedenen Leistungsdomänen zu untersuchen. Es wurde postuliert, dass ein Teil der Leistungsunterschiede zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund auf das Vorhandensein negativer Stereotype über Migranten und der Aktivierung dieser negativen leistungsbezogenen Stereotypen in Testsituation zurück zu führen ist. In einer Reihe experimenteller Untersuchungen wurde in einem ersten Schritt die Aktivierung negativer Stereotype in Testsituationen systematisch variiert und ihr Einfluss auf die durchschnittliche Testleistung von Schülern mit Migrationshintergrund im Vergleich zu Schülern ohne Migrationshintergrund in sprachlichen und mathematischen Fähigkeitstests (z. B. PISA) untersucht. Dabei wurden die Konsequenzen der verschiedenen Arten der Stereotypaktivierung miteinander und mit Kontrollgruppen, in denen keine Stereotype aktiviert wurden, verglichen. In einem zweiten Schritt wurde untersucht, welche Rolle die Migrationsgeneration und das Alter der Schüler mit und ohne Migrationshintergrund beim Umgang mit der Aktivierung negativer Stereotype und deren Konsequenzen auf Leistung spielt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Aktivierung leistungsbezogener negativer Stereotype die Testleistungen von Schülern mit und ohne Migrationshintergrund beeinflusst. Es gab einen signifikanten Unterschied zwischen Schülern mit türkischem Migrationshintergrund und deutschen Schülern hinsichtlich ihrer Mathematikleistungen, wenn vor dem Test auf leistungsbezogene Gruppenunterschiede hingewiesen wurde. Wenn vorab hingegen gesagt wurde, dass keine Gruppenunterschiede bestehen, zeigte sich auch kein Leistungsunterschied zwischen den beiden Gruppen. (DIPF/Projekt/Projektträger)

ProjektleitungMartiny, Sarah E.

Beteiligte Wissenschaftler/innenDeaux, Kay; Froehlich, Laura; Mok, Sog Yee

Beteiligte Institution(en)Arbeitsgruppe Empirische Bildungsforschung (Universität Konstanz)

Kontakt des Projektssarah.martiny@uit.no

AlternativtitelStereotype Threat für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem

Projektwebsitecms.uni-konstanz.de/erziehungswissenschaft/home/arbeitsgruppe-goetz-bieg/forschung/stereotype-threat/

SchlagwörterStereotyp; Schüler; Migrationshintergrund; Türke; Beeinflussung; Schülerleistung; Mathematik; Deutsch; Sprachfertigkeit; Mathematische Kompetenz; Leistungsunterschied; Kompetenz; Benachteiligung; Chancengleichheit; Bildungschance; Leistungsmessung; Kompetenzmessung; Befragung; Experiment; Deutschland

Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Sozialer Wandel und Strategien der Förderung

FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderkennzeichen01JC1104

AnmerkungenDas Projekt wurde in Kooperation mit Frau Prof. Kay Deaux, New York University (USA), durchgeführt.

Im Zuge dieser Studie wurden implizite Intelligenztheorien als Moderator von Stereotype Threat erhoben. Als implizite Intelligenztheorien bezeichnet man die subjektive Überzeugung von Menschen, inwieweit ihre Intelligenz als unveränderbar (Entity-Theorie) oder durch Anstrengung veränderbar (Incremental-Theorie) wahrgenommen wird (Dweck, 1999). Die Kombination von Stereotype Threat, der eine Unveränderbarkeit der Fähigkeit der Eigengruppe impliziert, und der Unveränderbarkeitsüberzeugung in Bezug auf die eigene Fähigkeit sollten zu besonders starken Leistungseinbußen für türkischstämmige Migranten führen.

Laufzeit der Studie01.12.2012 - 31.12.2012

UntersuchungsdesignExperimentelles Design
Querschnitt
Details: Faktorielles Design

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Berlin)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeSchüler der Jahrgangsstufe 9 (N=310; männlich: n=148; weiblich: n=134; fehlende Angaben: n=19)

AnmerkungenZu dieser Studie gab es eine Vorläuferstudie (Studie 1a alt), die den Einfluss negativer Stereotype auf die Deutschleistungen türkischstämmiger Schüler untersucht hat. Deren Daten wurden nur gesichert, da keine reliablen Aussagen aus den Experimenten gezogen werden konnten. Das Experiment enthielt methodische Probleme (z.B. niedrige interne Konsistenz einzelner Messinstrumente durch die Verwendung von zu schwierigen Testaufgaben (Intelligenzaufgaben aus dem IST-R-2000 R) und einer zu kleinen Stichprobe).

Ziel war die Untersuchung des Einflusses negativer Stereotype auf die mathematischen Leistungen türkischstämmiger Schüler. In dieser Studie wurde zusätzlich neben dem Migrationshintergrund (keiner vs. türkischer) die Variable zur selbstgewählten ethnischen Gruppenzugehörigkeit erfasst. Vor der Bearbeitung eines Mathematiktests wurde die Fairness des Tests experimentell manipuliert (Keller, 2007). Die anhängige Variable war die Leistung in Mathematikaufgaben (PISA, 2003; Standard Progressive Matrices und Mentale Rotationsaufgaben).

Laufzeit der Studie01.07.2012 - 31.07.2014

UntersuchungsdesignExperimentelles Design
Querschnitt
Details: Zweifaktorielles Design

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Baden-Württemberg; Nordrhein-Westfalen)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeSchüler der Jahrgangsstufe 9 (N=230; männlich: n=112; weiblich: n=116; fehlende Angaben: n=2)

AnmerkungenZu dieser Studie gab eine Vorläuferstudie (Studie 1b alt). Deren Daten wurden nur gesichert, da keine reliablen Aussagen gemacht werden konnten.

Einige Tage vor der Stereotypaktivierung und Leistungsmessung wurden implizite Intelligenztheorien erfasst. Der vorliegende Datensatz beinhaltet nur Daten mit einer deutschen Versuchsleitung. Die unabhängige Variablen waren: Ethnizität (deutsche vs. türkischstämmige Schülerinnen und Schüler) und Manipulationsbedingungen (keine Testdiagnostizität vs. Testdiagnostizität).

Laufzeit der Studie01.05.2013 - 01.07.2013

UntersuchungsdesignExperimentelles Design
Querschnitt
Details: Manipulation: Testdiagnostizität

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Baden-Württemberg)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeStichprobe mit deutscher Versuchsleiterin; Realschüler der Jahrgangsstufe 9 (N=298; männlich: n=148; weiblich: n=135; fehlende Angabe: n=15)

Einige Tage vor der Stereotypaktivierung und Leistungsmessung wurden implizite Intelligenztheorien erfasst. Der vorliegende Datensatz beinhaltet nur Daten mit einer türkischen Versuchsleitung. Um den Einfluss der türkischstämmigen Versuchsleiterin zu untersuchen, mussten die Datensätze der Studie 1c DE und Studien 1c TR zusammengefügt werden.

Laufzeit der Studie01.01.2012 - 31.12.2014

UntersuchungsdesignExperimentelles Design
Querschnitt
Details: Faktorielles Design

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Baden-Württemberg)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeRealschüler der Jahrgangsstufe 9 (N=392)

Diese Studie untersuchte den Einfluss von negativen Stereotypen bei Türkischstämmigen im mathematischen Bereich, wenn der Leistungstest durch Lehramtsstudierende der Mathematik (erhöhte ökologische Validität) durchgeführt wird. Zusätzlich erfolgte eine Untersuchung des Einflusses der Migrationsgeneration der türkischstämmigen Schüler auf deren Leistung.

Laufzeit der Studie01.10.2013 - 01.12.2013

UntersuchungsdesignQuasi-Experimentelles Design
Querschnitt
Details: Faktorielles Design

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeSchüler (N=418)

Die Studie untersuchte den Einfluss von negativen Stereotypen bei Türkischstämmigen im verbalen Bereich während der Durchführung des Leistungstest durch Lehramtsstudierende (erhöhte ökologische Validität). Es konnten jedoch keine reliablen Aussagen aus den Experimenten gezogen werden, da das Experiment methodische Probleme enthielt (z. B. niedrige interne Konsistenz einzelner Messinstrumente).

Laufzeit der Studie01.04.2014 - 31.05.2014

UntersuchungsdesignQuasi-Experimentelles Design
Querschnitt
Details: Faktorielles Design

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeSchüler der Jahrgangsstufe 9 (N=319)

Es wurde [unter Sekundärnutzung von Forschungsdaten] eine Mehrebenenanalyse durchgeführt: Auf Level 1 wurden die Variablen auf Schülerebene, nämlich leistungsbezogene Kovariaten Ethnizität (Deutsche vs. Türkischstämmige Schüler), Leseleistung und Gruppenzugehörigkeit, auf Level 2 Variablen auf Klassenebene, nämlich der Anteil türkischstämmiger Schüler, Lehrer mit Migrationgshintergrund und leistungsbezogene Kovariaten untersucht.

UntersuchungsdesignSekundäranalytische Verfahren
Details: Mehrebenenanalyse

In der Studie sollten Unterschiede in den Einstellungen deutscher Teilnehmer bezüglich in Deutschland lebender türkischstämmiger Migranten und in der Türkei lebender Türken untersucht werden. Es zeigte sich jedoch, dass die Teilnehmer über sehr wenig Erfahrungen / Interaktionen mit Türken in der Türkei verfügten. Vermutlich übertrugen sie ihr stereotypes Wissen über türkischstämmige Migranten in Deutschland auf Türken in der Türkei, weshalb Unterschiede in der Wahrnehmung der beiden Gruppen nicht reliabel untersucht werden konnten.

Laufzeit der Studie01.07.2013 - 31.07.2013

UntersuchungsdesignQuerschnitt

Erhebungsmethode(n)Eigenständig auszufüllender Fragebogen

UntersuchungseinheitStudierende

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeStudierende (N=157)

In dieser korrelativen Studie wurde ein Fragebogen für türkischstämmige und deutsche Schüler zur Gruppenidentifikation und Public Regard bei türkischstämmigen Migranten und Kontakt zu Deutschen eingesetzt.

Laufzeit der Studie01.02.2013 - 31.03.2013

UntersuchungsdesignBeobachtungsdesign
Querschnitt
Details: Korrelative Studie

Erhebungsmethode(n)Eigenständig auszufüllender Fragebogen

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeSchüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 (N=279)

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Längsschnittuntersuchung mit Grundschülern mit und ohne Migrationshintergrund mit dem Erkenntnisinteresse, ob negative Stereotype gegenüber verschiedenen ethnischen Gruppen bekannt sind. Außerdem sollten die Stereotype Threat-Effekte bei Grundschülern analysiert werden. Die Datenerhebung fand innerhalb von drei Erhebungszeiträumen statt.

Laufzeit der Studie01.09.2014 - 31.01.2015

UntersuchungsdesignExperimentelles Design
Längsschnitt: Panel

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Berlin)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeGrundschüler (N=458; Schüler, die an mindestens einem der drei Messzeitpunkte teilgenommen haben)

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Forschungsdaten

DOI: 10.5159/IQB_Stereotype_Threat_v4
[Kompetenz- und Leistungsdaten]

DOI: 10.5159/IQB_LV_2008_v1
[Kompetenz- und Leistungsdaten]

DOI: 10.5159/IQB_Stereotype_Threat_v4
[Umfrage- und Aggregatdaten]