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Relevanz und Realisierbarkeit als Merkmale guter Bildungsstandards für das Abitur

Eine qualitativ-empirische Untersuchung

Laufzeit01.02.2009 - 31.01.2012

Das Hauptziel der Studie bestand darin herauszufinden, ob Abiturienten in der schriftlichen Abiturprüfung [im Fach Deutsch] literarische Texte so interpretieren, wie es die bildungsadministrativ gesetzten und bundesweit verbindlichen Anforderungen verlangen. Es sollte herausgefunden werden, (1) ob und in welcher Ausprägung die in den Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss (BSMSA) geforderten Kompetenzen im Bereich "Lesen - Umgang mit Texten und Medien" zum Ausweis kommen und (2) inwieweit darüber hinaus die in den Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA) genannten Anforderungen (Aufgabenart "Untersuchendes Erschließen literarischer Texte: Textinterpretation") erfüllt werden. Der qualitativ-empirischen Untersuchung wurde die theoretisch begründete Annahme zugrunde gelegt, dass Abiturienten in der Regel die Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss (BSMSA) erfüllen, nicht aber die Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA). Diese Annahme wurde mit Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse an Abiturprüfungsarbeiten überprüft. Insgesamt wurden aus einem Bundesland 50 Abiturprüfungsarbeiten, deren Mittelwerte und Streuungswerte mit denen der Grundgesamtheit übereinstimmten, mehrfach inhaltsanalytisch codiert, skaliert und in Bezug auf die Forschungsfragen ausgewertet. Den qualitativen Ergebnissen zufolge verfehlen sowohl die Bildungsstandards für den MSA als auch die EPA ihren Erreichbarkeitsanspruch und Verbindlichkeitsanspruch, jedenfalls was die Domänen "Untersuchendes Erschließen literarischer Texte" (EPA) und "Literarische Texte verstehen und nutzen" (BMSA) anbetrifft: Die Anforderungen der Bildungsstandards für den MSA sind für Abiturienten im Sinne von Regelstandards realisierbar, die Anforderungen der EPA sind für Abiturienten allenfalls im Sinne von Exzellenzstandards realisierbar. Selbst Leistungen, die vom Anforderungsniveau der EPA sehr weit entfernt sind, werden als abiturtauglich anerkannt. (DIPF/Projektträger)

ProjektleitungKöster, Juliane

Beteiligte Wissenschaftler/innenSteinmetz, Michael

Beteiligte Institution(en)Institut für Germanistische Literaturwissenschaft (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Kontakt des Projektsjuliane.koester@uni-jena.de

AlternativtitelRealisierbarkeit als vernachlässigtes Merkmal der Abituranforderungen im Fach Deutsch

Projektwebsitehttp://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/794.php

SchlagwörterBildungsstandards; Abiturprüfung; Schriftliche Prüfung; Literaturunterricht; Abitur; Prüfungsanforderung; Abiturient; Literarischer Text; Textverständnis; Textinterpretation; Texterschließung; Fachdidaktik; Deutschunterricht; Mittlerer Schulabschluss; Inhaltsanalyse; Deutschland

Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Promotionsförderung für Nachwuchswissenschaftler/-innen - Empirische Fundierung der Fachdidaktiken

FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderkennzeichen01GJ0860

Inhaltliche Angaben[Im Rahmen der Untersuchung wurden methodisch] eine skalierend-strukturierende Inhaltsanalyse von Abiturprüfungsarbeiten [mit dem Schwerpunkt] Literaturinterpretation und ein Abgleich mit den Anforderungen der Bildungsstandards bzw. den einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Deutsch vorgenommen. (Projekt)

UntersuchungsdesignFallstudie
Querschnitt

Erhebungsmethode(n)Inhaltscodierung

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland

ErhebungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl: Bewusste Auswahl

Population / StichprobeAbiturienten (N=50)

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

Literaturrecherche im Fachportal Pädagogik