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Kompetenzförderung von Lehrkräften zur Diagnose und Förderung von Lernstrategien

Schulpädagogischer Schwerpunkt

Laufzeit01.10.2009 - 31.12.2012

Das Verbundvorhaben richtete sich an Gymnasien in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen und verfolgte das Ziel, Diagnosekompetenzen und Förderkompetenzen von Lehrpersonen der Klassenstufe fünf in Bezug auf die lernstrategischen Schlüsselkompetenzen ihrer Schüler zu erfassen und mittels Fortbildungsveranstaltungen zu fördern. Der Erfolg des Projektes zeigte sich zum einen am Kompetenzzuwachs der Lehrpersonen; zum anderen wurde die Kompetenzentwicklung der Schüler nach erfolgter Implementation eines Strategietrainings im Unterricht erfasst. Im Fokus des Trainings standen kognitive Primärstrategien zur Verbesserung des Textleseverständnisses / Bildleseverständnisses und des analytischen Verstehens verbaler Aufgabenstellungen sowie metakognitive und motivationale Stützstrategien zur Regulation des Lernprozesses. Die insgesamt 31 teilnehmenden Schulen wurden auf zwei Gruppen verteilt. Die erste Gruppe nahm am Interventionsprogramm im Schuljahr 2010/11, die zweite Gruppe im Schuljahr 2011/12 teil. Zur Erfassung der Wirkungen der Intervention konnte ein komplexes quasiexperimentelles Wartekontrollgruppendesign umgesetzt werden, das Vergleiche zwischen trainierten und (noch) nicht trainierten Schülern ermöglichte. Hierfür wurden in allen drei Bundesländern Fragebögen zur Strategienutzung und zum Strategiewissen eingesetzt sowie handlungsnahe Messungen der tatsächlichen Nutzung und Qualität der Strategien mit Hilfe von Lernstrategietests durchgeführt. In Nordrhein-Westfalen wurden zudem leitfadengestützte Interviews mit den teilnehmenden Lehrern sowie Gruppengespräche mit ausgewählten Schülern durchgeführt. (...) Im Teilprojekt mit dem Schulpädagogischen Schwerpunkt wurden Bedingungen und Konsequenzen der Implementation des Förderprogramms auf Schulebene und Unterrichtsebene mittels qualitativer Verfahren untersucht. (...) Das Strategietraining zeigte sich in vielen Bereichen als erfolgreich für die Entwicklung des Lernverhaltens der Schüler. (...) Ebenso hatte das Strategietraining einen positiven Effekt auf die Lernstrategienutzung der Schüler. (...) Hinsichtlich der motivationalen Strategienutzung wurde kein positiver Trainingseffekt gefunden. (DIPF/Projektträger)

Insgesamt wurden in dieser Untersuchung zu zwei Messzeitpunkten (je nach Gruppe) Daten erhoben. Dabei wurden leitfadengestützte Interviews mit den zehn schulinternen Projektleitungen (Lehrpersonen) aus Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

StudienleitungHerzmann, Petra

Laufzeit der Studie31.05.2011 - 31.05.2012

UntersuchungsdesignFallstudie
Querschnitt

Erhebungsmethode(n)Interview: Persönliches Interview

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

UntersuchungseinheitLehrkräfte

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl: Willkürliche Auswahl
Anmerkungen: Freiwillige Teilnahme

Population / StichprobeLehrkräfte (N=10)

StudienleitungSeufert, Tina

Laufzeit der Studie01.10.2009 - 28.02.2013

UntersuchungsdesignQuasi-Experimentelles Design
Längsschnitt: Trend/Wiederholter Querschnitt
Details: Wartekontrollgruppendesign

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Baden-Württemberg; Bayern; Nordrhein-Westfalen)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl: Willkürliche Auswahl

Population / StichprobeSchüler der Jahrgangsstufe 5 an Gymnasien und Realschulen (N=2049): In der Trainingsgruppe (n=1342) betrug das Durchschnittsalter M=10,30 Jahre (SD=55); 39% der Schüler waren weiblich. Demgegenüber waren die Schüler der Kontrollgruppe (n=707) im Durchschnitt M=10,47 Jahre alt (SD=59); 42% waren weiblich.