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EVA - Evaluation zweier Frühpräventionsprogramme in Kindergärten mit Hochrisikokindern

Laufzeit06/2009 - 09/2014

Das Projekt überprüfte die differentielle Wirksamkeit zweier bewährter Präventionsprogramme – FAUSTLOS und FRÜHE SCHRITTE. Ausgehend von einer Basiserhebung mit 5300 Kindern und einer darauf basierenden Clusteranalyse wurden die beiden Präventionsprojekte randomisiert in je sieben ausgewählten Kindertagesstätten durchgeführt (insgesamt wurden in EVA I 307 Kinder in die Studie eingeschlossen). Ziel des Projekts war es zu untersuchen, ob sich der Mehraufwand des psychoanalytisch orientierten Präventionsangebots 1 "FRÜHE SCHRITTE", im Vergleich mit dem standardisierten Präventionsangebot 2 "FAUSTLOS" kurz- und langfristig lohnt bzw. welches die Vorteile und Nachteile beider Präventionsangebote sind. Eine erste dreijährige Projektphase wurde 2011 abgeschlossen. Eine Replikation der EVA-Studie (EVA II) mit weiteren 305 Kindern wurde bis Ende 2014 durchgeführt. (DIPF/Projekt)

ProjektleitungLeuzinger-Bohleber, Marianne

Beteiligte Wissenschaftler/innenLäzer, Katrin Luise; Fischmann, Tamara; Pfenning-Meerkötter, Nicole; Neubert, Verena; Hartmann, Lorena; Ackermann, Peter; Hauser, Mona; Schreiber, M

Beteiligte Institution(en)Anna-Freud-Institut Frankfurt e.V.
IDeA-Zentrum für individuelle Entwicklung und Lernförderung

Kontakt des Projektsm.leuzinger-bohleber@sigmund-freud-institut.de

Projektwebsitewww.idea-frankfurt.eu/de/forschung/schwerpunkte/adaptive-bildungskontexte/eva

SchlagwörterKleinkind; Migrationshintergrund; Spracherwerb; Eltern; Kind; Risikokind; Sprachförderung; Kindergartenkind; Förderung; Beratung; Kognitive Entwicklung; Soziale Herkunft; Frühpädagogik; Psychoanalytische Pädagogik; Migrant; Frühförderung; Ausländer; Elementarbereich; Frühes Lernen; Prävention; Modell; Projekt; Vergleichsuntersuchung; Fragebogen; Test; Videoanalyse; Evaluation; Deutschland

Forschungs-/FörderprogrammIndividual Development and Adaptive Education of Children at Risk (IDeA)
Schwerpunkt: Adaptive Bildungskontexte

FörderungLandes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE), Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
International Psychoanalytical Association (IPA Research Grant); Lufthansa Stiftung; Sigmund-Freud-Institut

Inhaltliche AngabenNeben einigen Fragebögen, die das Sozialverhalten und die Entwicklung der Kinder erfassen ("Strengths and Difficulties Questionnaire" (SDQ),Goodman, 1997; Woerner et al., 2002, "Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag" (PERIK), Mayr & Ulrich, 2009a und "Caregiver-Teacher Reportform" (C-TRF), Achenbach & Rescorla, 2000), war ein wichtiges Hauptmessinstrument der MCAST (Manchester Child Attachment Story Task, Green et al., 2000). Mit diesem relativ neuen Untersuchungsinstrument wurde das Bindungsmuster der Kinder erfasst. Weitere Instrumente waren der "Hannover-Wechsler-Intelligenztest für das Vorschulalter – III" (HAWIVA) (Ricken, Fritz, Schuck, & Preuß, 2007) sowie der „Leitfaden für ein Elterninterview zur Erfassung von Risikofaktoren“ (Neubert & Läzer, 2011) und das "Interview für Pädagogen zur Erfassung der Reflexivität" (IPR, Hartmann, 2012). Als Stichprobe für die Evaluation des ersten Frühpräventionsprogramms wurden 307, für die Evaluation des zweiten Programms 305 Kinder herangezogen.

UntersuchungsdesignLängsschnitt

Erhebungsmethode(n)Eigenständig auszufüllender Fragebogen: Papier
Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests
Interview

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Hessen)

ErhebungseinheitEltern; Pädagogisches Personal; Vorschulkinder

Population / StichprobeKinder (N=612); Erzieher/innen (N=193); Eltern (N=612)

Verwandte ProjekteKiGru - Frankfurter Übergangsprojekt: Kindergarten - Grundschule

Projekt- und studienbezogene Publikationen (Auswahl)Leuzinger-Bohleber, M., Fischmann, T., Läzer, K. L., Pfenning-Meerkötter, N., Wolff, A., & Green, J. (2011). Frühprävention psychosozialer Störungen bei Kindern mit belasteten Kindheiten. Psyche, 65, 989–1022.

Leuzinger-Bohleber, M., Fischmann, T., Neubert, V., Hartmann, L., Läzer, K. L., Pfenning-Meerkötter, N., Ackermann, P. (2014). Project Eva: Evaluation of two prevention programs with high-risk children in Kindergarten. Journal of the American Psychoanalytic Association, 62, 29-31. doi:10.1177/0003065114539553

Leuzinger-Bohleber, M., Läzer, K. L., & Pfenning-Meerkötter, N. (2011). Frühprävention - Gesellschaftliche Notwendigkeit und Chance: Erste Ergebnisse des "EVA"-Projekts belegen positive Effekte zweier Präventionsprogramme - Enge Kooperation mit Frankfurter Kindertagesstätten. Forschung Frankfurt, 29, 26–31

Dokumentation der Erhebungs- und AuswertungsinstrumenteGoodman (1997), Woerner et al. (2002) "Strengths and Difficulties Questionnaire" (SDQ)

Mayr, Toni; Ulich, Michaela: Positive Entwicklung und Resilienz in Kindertageseinrichtungen. Der Beobachtungsbogen PERIK. - In: Frühförderung interdisziplinär, 28 (2009) 1, S. 12-22, URL: http://www.reinhardt-journals.de/index.php/fi/article/view/670 - ISSN: 0721-9121

Achenbach & Rescorla (2000) "Caregiver-Teacher Reportform" (C-TRF)

Green et al. (2000) MCAST (Manchester Child Attachment Story Task)

Ricken, Fritz, Schuck, & Preuß (2007) "Hannover-Wechsler-Intelligenztest für das Vorschulalter – III" (HAWIVA)

Neubert & Läzer (2011) "Leitfaden für ein Elterninterview zur Erfassung von Risikofaktoren"

Hartmann (2012) "Interview für Pädagogen zur Erfassung der Reflexivität" (IPR)

Literaturrecherche im Fachportal Pädagogik