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Institutionelle Risikokonstellationen sexueller Gewalt in familialisierten pädagogischen Kontexten (IRiK)

Laufzeit01.12.2013 - 30.11.2015

Ziel des Projektes war es, Vollzugsmuster und Vollzugslogiken der Gestaltung von Beziehungen zwischen Pädagogen und Jugendlichen in verschiedenen pädagogischen Einrichtungen in den Blick zu nehmen und zu untersuchen, wie diese strukturell dazu beitragen, sexueller Gewalt vorzubeugen bzw. wie sie zu einem Risikofaktor werden können. Im Projekt wurden drei pädagogische Einrichtungen aus unterschiedlichen Bereichen untersucht. In allen drei Bereichen - Ganztagschulen, den Hilfen zur Erziehung und Internatsschulen - ist die Gestaltung einer familienähnlichen Atmosphäre in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden. Sichtbar wird dies im Ausbau von Ganztagsschulen, in denen es darum geht, in Lerngruppen vertrauensvoll und im Austausch mit älteren und jüngeren Mitschülern Lehranforderungen und Lernanforderungen über den gesamten Tag zu bewältigen, in der Neustrukturierung von stationären Wohngruppen der Kinderhilfe und Jugendhilfe, die sich darum bemühen den Kindern und Jugendlichen ein Aufwachsen in familienähnlichen Strukturen zu ermöglichen und in Internatsschulen, in denen Lernen und Aufwachsen auf besondere Weise verbunden sind. Das Forschungsprojekt war als ethnografische Feldstudie konzipiert, in der alltägliche Situationen erhoben und damit Kenntnisse über soziale Praktiken der beteiligten Akteure erworben wurden. Methodisch wurden hierzu teilnehmende Beobachtung, ethnographische Interviews, Experteninterviews und Gruppendiskussionen genutzt. Von besonderem Forschungsinteresse waren Situationen, in denen sowohl emotionale als auch räumliche/körperliche Nähe entstand sowie Situationen, in denen Familienähnlichkeit inszeniert wurde. Die Auswertung erfolgte aus einer qualitativ-rekonstruktiven Perspektive und diente der Beschreibung übergreifender Muster, Praktiken und Wissenshorizonte der Familialisierung und Intimisierung in pädagogischen Settings. (Projekt)

Ethnografische teilnehmende Beobachtung des Alltags in einer Ganztagsschule in zwei aufeinander folgenden Feldphasen mit einer Zwischenauswertungsphase. Ergänzend wurden Experteninterviews (mit der Leitungskraft der Einrichtung) und Gruppendiskussionen (mit Schülern und Lehrern) durchgeführt.

StudienleitungBittner, Martin

Beteiligte Wissenschaftler/innenLöwe, Denise

Beteiligte Institution(en)Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung)

Kontakt zur Studiebittner@dipf.de

UntersuchungsdesignFallstudie
Querschnitt

Erhebungsmethode(n)Beobachtung: Feldbeobachtung (Teilnehmend)
Interview: Persönliches Interview
Fokusgruppe

UntersuchungseinheitSchüler; Lehrkräfte; Schulleitung

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl: Bewusste Auswahl
Anmerkungen: Auswahl nach Abfrage der Bereitschaft zu einer Feldforschung und Genehmigung des Verfahrens durch die zuständigen Stellen

Population / StichprobeSchüler der Klasse 7 und 8 (N=120); Gymnasium (N=1); Lehrkräfte (N=25)

AnmerkungenKeine weiteren Informationen über das Teilprojekt sowie die darin erhobenen Forschungsdaten vorhanden.

AnmerkungenKeine weiteren Informationen über das Teilprojekt sowie die darin erhobenen Forschungsdaten vorhanden.