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Ablösung vom zählenden Rechnen

Eine Interventionsstudie für die Grund- und Förderschule

Laufzeit01.10.2009 - 30.11.2012

Mittels einer Interventionsstudie (2. Schuljahr Grundschule/ 4. Schuljahr Förderschule Lernen) wurde in diesem Projekt geprüft, ob sich zählendes Rechnen durch eine gezielte, unterrichtsintegrierte Förderung ablösen lässt und ob diese Zielsetzung durch kooperativ-strukturiertes Mathematiklernen erreicht werden kann. Diese Studie wurde mit einer Stichprobe von 143 zählenden Rechnerinnen und Rechnern in 46 Schulkassen (38 Grundschulklassen, 8 Förderschulklassen Lernen) durchgeführt. Nach dem Vortest wurde die Stichprobe nach Mathematikleistung (DEMAT 1+), Einzeltest zur Erfassung zählenden Rechnens, IQ (CFT 1), Alter und Geschlecht parallelisiert und auf die drei Untersuchungsbedingungen (a) individuellstrukturiertes Mathematiklernen, (b) kooperativ-strukturiertes Mathematiklernen und (c) Kontrollgruppe ohne spezifische Förderung verteilt. Fortgebildete Mathematiklehrer führten zweimal 30 Minuten pro Woche anhand eines Unterrichtsskriptes die jeweilige Förderung mit der gesamten Klasse über zehn Wochen hinweg durch. Nach der Intervention wurden die zählend rechnenden Kinder erneut getestet. Am Ende des Schuljahres wurde 2011 ein zweiter Nachtest durchgeführt, bei dem alle Kinder der Klasse am Mathematiktest (DEMAT 2+) und die zählend rechnenden Kinder zusätzlich am Einzeltest teilnahmen. Um den Erfolg der Intervention zu überprüfen, wurden die Ergebnisse der zählenden Rechnenden in den einzelnen Untersuchungsgruppen verglichen und varianzanalytisch ausgewertet. Erste Ergebnisse zeigen einen signifikanten Interaktionseffekt zwischen Zeit und Förderung, der maßgeblich von den Lernfortschritten der zählenden Kinder im kooperativ-strukturierten Mathematikunterricht beeinflusst wurde. Regressionsanalysen zeigen einen signifikanten Effekt für die kooperative Förderung für den ersten Nachtest, jedoch nicht für den zweiten Nachtest. (DIPF/Projektträger)

ProjektleitungWember, Franz B.

Beteiligte Wissenschaftler/innenWittich, Claudia; Moser Opitz, Elisabeth

Beteiligte Institution(en)Lehrstuhl Differenzielle Didaktik (Technische Universität Dortmund)

Kontakt des Projektsfranz.wember@tu-dortmund.de

Projektwebsitehttp://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/754.php

SchlagwörterRechenschwäche; Rechnen; Lernschwierigkeit; Grundschule; Schüler; Förderschule; Schülerleistung; Mathematische Kompetenz; Förderung; Fachdidaktik; Mathematikunterricht; Lernmethode; Intervention; Leistungsmessung; Deutschland

Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Promotionsförderung für Nachwuchswissenschaftler/-innen - Empirische Fundierung der Fachdidaktiken

FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderkennzeichen01JG0924

UntersuchungsdesignQuasi-Experimentelles Design
Querschnitt
Details: Interventionsstudie mit zwei Experimentalgruppen (individuell-strukturiertes vs. kooperativ-strukturiertes Mathematiklernen) und einer Kontrollgruppe (keine spezifische Förderung zur Ablösung vom zählenden Rechnen)

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)
Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Computerbasierter Test)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Nordrhein-Westfalen); Schulen aus dem städtischen und ländlichen Raum

ErhebungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenWahrscheinlichkeitsauswahl: Einfache Zufallsauswahl

Population / StichprobeSchüler (N=1052), davon Grundschüler (n=831), Förderschüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen (n=78); Untersuchungsstichprobe zählende Rechner (n=143)

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

Literaturrecherche im Fachportal Pädagogik