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Forschungsdaten

DOI: 10.4232/1.12457
[Umfrage- und Aggregatdaten]

Gestaltung von Lehrerfortbildungen zur Unterstützung von Innovationen

Verbundvorhaben

Laufzeit01.08.2009 - 31.10.2012

Ziel des Verbundvorhabens war es, mehr empirisches Wissen über effektive Lehrerfortbildungen zu erhalten. Es wurde untersucht, wie Lehrerfortbildungen gestaltet werden können, dass sie die erfolgreiche Verbreitung von Innovationen im Bildungssystem unterstützen. Dieser Frage wurde anhand der Einführung der neuen Lehrpläne für den Mathematikunterricht der Grundschule in Nordrhein-Westfalen nachgegangen. Grundlage der Untersuchung waren folgenden Fragestellungen: (1) Wirkt sich eine mehrphasige Fortbildung zum neuen Lehrplan im Vergleich zu keiner Fortbildung positiv auf den Innovationserfolg aus? (2) Wie wirken sich verschiedene Versionen (kooperationsanregend, fachdidaktisch orientiert) auf den Transfererfolg aus? (3) Lässt sich der Einfluss von Merkmalen der Lehrkräfte und den Schulen auf die Wirkung der verschiedenen Variationen der Lehrerfortbildungen empirisch nachweisen? [Hierfür] wurden drei Fortbildungskonzepte entwickelt: eine kooperationsanregende Fortbildung, eine Fortbildung mit mathematikdidaktischem Fokus und eine Fortbildung, die sowohl kooperationsanregend als auch mathematikdidaktisch ausgerichtet war. In einem Pre-Post-Follow-up-Design wurden alle Lehrkräfte (Kontrollgruppe und Fortbildungsgruppen) vor dem ersten Workshop, nach der Durchführung des zweiten und des letzten sowie ein halbes Jahr nach dem letzten Workshop zu ihrer Akzeptanz dem neuen Lehrplan gegenüber, zu ihrer Belastung und Motivation sowie zu ihrem Kooperationsverhalten bei der Umsetzung des Lehrplans befragt. Zusätzlich zu den Lehrkräften wurden die Schüler zu ihrer Wahrnehmung des Mathematikunterrichts, der Motivation im Mathematikunterricht befragt und ein Leistungstest zum Fach Mathematik durchgeführt. Die Befunde wiesen darauf hin, dass Lehrkräfte, die die Fortbildung als Kombination aus Fachdidaktik und Kooperationsanregung erhielten, den neuen Lehrplan im Verlauf der Studie stärker akzeptierten als die anderen Fortbildungsteilnehmer. Zudem konnte der Informationsbedarf über und die Befürchtungen bezüglich der Umsetzung des neuen Lehrplans bereits durch die erste Fortbildung signifikant reduziert werden. Unabhängig von den Fortbildungsversionen zeigte sich, dass alle Lehrkräfte die Auswirkungen des neuen Lehrplans auf die Lernenden sowie ihre eigene Kooperation im Kollegium sehr hoch einschätzen. Auf Seiten der Schüler zeigte sich, dass Lernende im 3. und 4. Schuljahr ihre Leistungen im Fach Mathematik als sehr gut einschätzten und angaben, dass sie viel Spaß im Mathematikunterricht haben. Diese Einschätzungen wiesen einen hohen Zusammenhang mit den Testergebnissen der Schüler auf. Weitere Auswertungen fokussierten vor allem auf die Wirkung der Lehrpersonen auf die Lernenden. (DIPF/Projektträger)

ProjektleitungGräsel, Cornelia; Selter, Christoph

Beteiligte Wissenschaftler/innenFussangel, Kathrin; Reinold, Martin; Nölle, Ines; Pfeiffer, Stefanie; Schöppe, Melanie; Jörges, Heidi

Beteiligte Institution(en)Institut für Bildungsforschung, School of Education (Bergische Universität Wuppertal )
Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts (Technische Universität Dortmund)

Kontakt des Projektschristoph.selter@math.tu-dortmund.de; graesel@uni-wuppertal.de

AlternativtitelLIMa - Lehrerfortbildungen zur Unterstützung von Innovationen im Mathematikunterricht

Projektwebsitehttp://www.mathematik.tu-dortmund.de/lima/; http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/583.php

SchlagwörterLehrerfortbildung; Gestaltung; Innovation; Konzeption; Fachdidaktik; Mathematikunterricht; Kooperation; Lehrer; Lehrplanbezug; Transfer; Wirkung; Grundschule; Schüler; Motivation; Belastung; Schülerleistung; Lehrplan; Befragung; Leistungsmessung; Deutschland

Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Entwicklung von Professionalität des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen

FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderkennzeichen01JH0906 / 01JH0907

Inhaltliche AngabenDie Studie erhebt die Akzeptanz der Fortbildungsveranstaltungen sowie die Einstellungsentwicklung der Lehrkräfte über den gesamten Projektzeitraum. Bei der Studie handelt es sich um ein Feldexperiment mit Kontrollgruppen. Insgesamt werden drei verschiedene Experimentalgruppen (verschiedenen Fortbildungsgestaltungen) und zwei Kontrollgruppen unterschieden. (Projekt)

UntersuchungsdesignQuasi-Experimentelles Design
Längsschnitt
Details: Feldexperiment mit drei verschiedenen Experimentalgruppen und zwei Kontrollgruppen

Erhebungsmethode(n)Eigenständig auszufüllender Fragebogen: Papier

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

ErhebungseinheitLehrkräfte

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl

Population / StichprobeLehrkräfte für Mathematik an Grundschulen

AnmerkungenDas Verbundvorhaben ist unterteilt in zwei Teilprojekte: Das Teilprojekt "Gestaltung der Interventionen zur Kooperationsanregung" (01JH0906) stand unter der Leitung von Cornelia Gräsel. Das Teilprojekt "Eine Interventionsstudie zur Einführung neuer Lehrpläne in der Grundschule" (01JH0907) wurde von Christoph Selter geführt.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

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DOI: 10.4232/1.12457
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