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NEPS - Nationales Bildungspanel

Laufzeit01.01.2010

Das Projekt steht für ein interdisziplinär zusammengesetztes, deutschlandweites Exzellenznetzwerk. Ziel des Projektes ist es, Längsschnittdaten zu Kompetenzentwicklungen, Bildungsprozessen, Bildungsentscheidungen und Bildungsrenditen in formalen, nicht-formalen und informellen Kontexten über die gesamte Lebensspanne zu erheben. Seit 2010 begleitet das Projekt sechs verschiedene Startkohorten im Rahmen eines Multikohorten-Sequenz-Designs mit wiederholten Erhebungen und Testungen in ca. einjährigem Abstand. Ergänzt werden diese Daten durch Informationen aus Befragungen relevanter Kontextpersonen wie Eltern, pädagogischem Personal, Lehrkräften sowie Leitenden von Bildungseinrichtungen. Mit ca. 60.000 Zielpersonen und 40.000 Kontextpersonen zum Start des Panels stellt das NEPS eine der umfangreichsten Forschungsdateninfrastrukturen zu Bildungsübergängen und -verläufen über die gesamte Lebensspanne dar. Die Datenbasis bietet Analysepotential für verschiedene, an Bildungs- und Ausbildungsprozessen interessierte Disziplinen (wie etwa Demografie, Erziehungswissenschaft, Ökonomie, Psychologie, Soziologie). (Projekt/IQB)

Projektleitungvon Maurice, Jutta; Buchholz, Sandra; Polgar, Robert

Kontakt des Projektsfdz@lifbi.de

AlternativtitelNational Educational Panel Study

Projektwebsitewww.neps-data.de

SchlagwörterBildungsverlauf; Kompetenzentwicklung; Bildungsertrag; Bildungsentscheidung; Lernumwelt; Empirische Bildungsforschung; Frühkindliche Bildung; Kohortenanalyse; Forschungsdateninfrastruktur; Deutschland

FörderungInfrastruktureinrichtung mit dauerhafter Finanzierung im Rahmen der Bund-Länder-Förderung

AnmerkungenKontakt:
Dr. Daniel Fuß
Operative Leitung
Tel.: +49 (0) 951 / 863 - 35 11

Die Teilstudie Startkohorte Klasse 9 untersucht, welche Ausbildungswege Jugendliche nach Ende der 9. Jahrgangsstufe des allgemeinbildenden Schulsystems einschlagen. Die Wege in und durch die Sekundarstufe II werden im Rahmen der Panelstudie ebenso untersucht wie die Übergänge in das berufliche Bildungssystem, in ein Studium sowie in den Arbeitsmarkt. Die gewonnenen Daten sollen es ermöglichen, unter anderem zentrale Fragestellungen zu folgenden Themen zu bearbeiten: * Welche Faktoren beeinflussen den Kompetenzerwerb? Wie entwickeln sich Kompetenzen im Laufe der Schulzeit in Abhängigkeit von der besuchten Schulform? * Inwieweit kommt es zu Wechseln der Schulform und wodurch werden diese beeinflusst? * Wie gut gelingt die Vorbereitung auf das Studium im Rahmen der gymnasialen Oberstufe? * Wie erleben Jugendliche den Wechsel von der allgemeinbildenden Schule in das berufliche Bildungssystem? Wodurch wird der Zugang zu beruflicher Bildung beeinflusst? * Welche Erfahrungen werden in berufsvorbereitenden Maßnahmen oder in der Berufsausbildung gesammelt? Welche Determinanten sind maßgeblich für eine erfolgreiche Berufsausbildung? * Aus welchen Gründen wird ein Studium aufgenommen? * Welche Auswirkungen haben Studienbedingungen, die finanzielle Situation und die Studienvoraussetzungen auf den Studienverlauf und den Studienerfolg? * Wie gestaltet sich der Übergang in den Arbeitsmarkt für junge Erwachsene? Die im Jahr 2010 repräsentativ ausgewählten und teilnahmebereiten Zielpersonen werden regelmäßig befragt und in Domänen wie ?Sprache?, ?Mathematik?, ?Naturwissenschaften?, ?ICT? und ?kognitive Problemlösefähigkeiten? getestet. Die erste Erhebung fand im Herbst/Winter 2010 mit Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern aller allgemeinbildenden Schultypen in Deutschland statt. Auch deren Kontextpersonen - Eltern, Lehrer und Schulleiter - wurden regelmäßig bis zum Jahr 2014 befragt, solange die Zielpersonen sich noch an einer allgemeinbildenden Schule befanden. Nach dem Schuljahr 2014/2015 wird die gesamte Stichprobe die allgemeine Schulbildung abgeschlossen haben und individuell weiterverfolgt werden.

Erhebungsmethode(n)Interview: Telefonisches Interview (CATI (Computerunterstützte telefonische Befragung))
Eigenständig auszufüllender Fragebogen: Papier
Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)
Interview: Persönliches Interview (CAPI (Computerunterstützte persönliche Befragung)/CAMI (Computerunterstützte mobile Befragung))

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland

UntersuchungseinheitSchüler; Lehrkräfte; Schulleitung; Eltern

AuswahlverfahrenWahrscheinlichkeitsauswahl: Klumpenauswahl (Geschichtete Klumpenauswahl)

Population / StichprobeGrundgesamtheit:
Schulen des allgemeinbildenden Schulsystems
Stichprobe:
(1) Geschichtete Klumpenstichprobe mit folgenden Auswahlstufen (Regelschulen):
1. Zufallsauswahl von Regelschulen der Sekundarstufe I. Die Schullandschaft wird dabei in fünf Schultypen (Gymnasien, Real- und Hauptschulen, Gesamtschulen sowie Schulen mit mehreren Bildungsgängen) eingeteilt. Diese Schultypen dienen als Schichten aus denen die Schulen proportional zu ihrer Klassenanzahl gezogen werden. Durch verschiedene Samplingraten innerhalb der fünf Schichten wurde ein Oversampling von Schulen, deren Schülerinnen und Schüler überwiegend in den beruflichen Ausbildungszweig wechseln, implementiert.
2. Zufallsauswahl der 9. Klassen innerhalb der ausgewählten Schulen. Es werden pro Schule, wenn vorhanden, zwei 9. Klassen ausgewählt.
3. Alle Schülerinnen und Schüler der ausgewählten Klassen werden zur Teilnahme an der Studie eingeladen.
(2) Klumpenstichprobe mit folgenden Auswahlstufen (Förderschulen):
1. Auswahl von Förderschulen mittels größenproportionaler Zufallsauswahl.
2. Auswahl aller Schüler der 9. Klassen innerhalb der ausgewählten Schulen (=Vollerhebung der Jahrgangsstufe 9).

AnmerkungenWeitere Informationen unter: https://www.neps-data.de -de/datenzentrum/datenunddokumentation/startkohorteklasse9.aspx

Der Sekundarstufe I kommt als Bindeglied zwischen der Grundschule und dem allgemeinbildenden oder beruflichen Sekundarschulbereich II (bzw. dem direkten Eintritt in den Arbeitsmarkt) eine entscheidende Bedeutung zu. Trotzdem konnten wichtige Fragestellungen noch nicht eindeutig und abschließend geklärt werden, da entsprechende Daten fehlen. Dies betrifft beispielsweise die Wahl der Schulform, Schulformwechsel oder Klassenwiederholungen, aber auch den zentralen Themenkomplex der Bildungswege durch die Sekundarstufe I und den Übergang in die Sekundarstufe II. An dieser Teilstudie nehmen repräsentativ ausgewählte und teilnahmebereite Schülerinnen und Schüler der Regelschulen sowie Schülerinnen und Schüler einer überrepräsentierten Anzahl Förderschulen mit dem Förderbereich Lernen teil. In den jährlich stattfindenden Erhebungswellen werden die Zielpersonen wiederholt befragt und gebeten, Aufgaben aus verschiedenen Kompetenzbereichen zu bearbeiten. Die erste Erhebung erfolgte im Herbst/Winter 2010 in der Klassenstufe 5. Generell ist vorgesehen, die einzelnen Schülerinnen und Schüler solange innerhalb der ursprünglich besuchten Schule zu begleiten, bis sie diese Schule oder das allgemeinbildende Schulsystem insgesamt verlassen. Danach werden die (dann ggf. ehemaligen) Schülerinnen und Schüler individuell – d. h. außerhalb der Institution Schule – weiterbefragt. Die Einbeziehung von Personen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Lernen ist dabei eine große Herausforderung, da es sich um eine Schülergruppe mit sehr heterogenen Leistungsprofilen handelt. Die Erhebungen an Förderschulen unterliegen daher einem experimentellen Design. Sie sind Teil einer Serie von Machbarkeitsstudien, in denen empirisch geprüft wird, ob und unter welchen Bedingungen Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen valide und vergleichbar in die längsschnittlichen Erhebungen des NEPS einbezogen werden können. Im Rahmen von Kompetenzerhebungen kommen Aufgaben aus den Bereichen Sprache (Orthografie, Lese- und Hörverstehen im Deutschen, Englisch als Fremdsprache sowie Kenntnisse in der Erstsprache bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund), Mathematik und Naturwissenschaften zum Einsatz. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler gebeten, Aufgaben zu kognitiven Grundfähigkeiten und Metakompetenzen (ICT-Literacy und Metakognition) zu bearbeiten. Um die Lernumwelten der Schülerinnen und Schüler zu erfassen, werden auch Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen regelmäßig befragt. Leitende Forschungsfragen: Die zentralen Fragen dieser NEPS-Teilstudie thematisieren neben der Entwicklung von Kompetenzen der Schülerinnen und Schülern auch die Bedingungen und Voraussetzungen von Bildungsprozessen, mögliche individuelle Konsequenzen für den weiteren Bildungsverlauf und -erfolg und die Einbindung der Schülerinnen und Schüler in soziale Netzwerke. Die Befragungen der Lehrkräfte und Schulleitungen der teilnehmenden Regel- und Förderschulen thematisieren beispielsweise die Klassengröße, die Zusammensetzung der Schülerschaft, die Ausstattung der Schule, aber auch den Unterricht im Allgemeinen.

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)
Interview: Telefonisches Interview (CATI (Computerunterstützte telefonische Befragung))
Eigenständig auszufüllender Fragebogen: Papier

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland

UntersuchungseinheitSchüler; Lehrkräfte; Schulleitung; Eltern

AuswahlverfahrenWahrscheinlichkeitsauswahl: Klumpenauswahl (Geschichtete Klumpenauswahl)

Population / StichprobeGrundgesamtheit:
Schulen des allgemeinbildenden Schulsystems (ausgeschlossen: z. B. berufsbildende Schulen)

Stichprobe:
Mehrstufige geschichtete Klumpenstichprobe mit folgenden Auswahlstufen (Regelschulen):
1. Zufallsauswahl von Regelschulen der Sekundarstufe I. Dabei wird auf die bereits gezogenen Regelschulen der Klassenstufe 9 zurückgegriffen. Aus diesem Pool werden mithilfe einer größenproportionalen Zufallsauswahl Regelschulen für die Klassenstufe 5 ausgewählt. Zusätzlich werden Schulen hinzugezogen, die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 besuchen, nicht aber der Klassenstufe 9.
2. Zufallsauswahl der 5. Klassen innerhalb der ausgewählten Schulen. Es werden pro Schule, wenn vorhanden, zwei 5. Klassen ausgewählt.
3. Alle Schülerinnen und Schüler der ausgewählten Klassen werden zur Teilnahme an der Studie eingeladen.
Mehrstufige Klumpenstichprobe mit folgenden Auswahlstufen (Förderschulen):
Auf der ersten Stufe erfolgt die Zufallsauswahl von Förderschulen. Dabei wird auf die bereits gezogenen Förderschulen der Klassenstufe 9 zurückgegriffen. Aus diesem Pool werden mithilfe einer einfachen Zufallsauswahl Förderschulen für die Klassenstufe 5 ausgewählt.
In der zweiten Stufe werden alle Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen innerhalb der ausgewählten Schulen zur Teilnahme an der Studie eingeladen (=Vollerhebung der Jahrgangsstufe 5).

AnmerkungenWeitere Informationen unter: https://www.neps-data.de-de/datenzentrum/datenunddokumentation/startkohorteklasse5.aspx

Fragestellung Ziel dieser Teilstudie ist der Aufbau einer Längsschnittkohorte, die mit Vierjährigen im Kindergarten startet. Es werden umfangreiche, theoriegeleitete Erhebungen mit den Kindern (als Zielpersonen), ihren Eltern, Erzieherinnen und Erziehern sowie den Leiterinnen und Leitern des besuchten Kindergartens, später mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern und den Leiterinnen und Leitern der besuchten Grundschule durchgeführt. Mit den daraus gewonnen Daten können Bildungsprozesse, Bildungsverläufe und Kompetenzentwicklung beschrieben und analysiert werden. Leitende Forschungsfragen: * die Kompetenzentwicklung und Bildungsverläufe in dieser Altersgruppe, * die Lernumwelten Kindergarten, Grundschule und Familie sowie Lerngelegenheiten in non-formalen/informellen Settings, * den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule und die damit zusammenhängenden Bildungsentscheidungen, * das Ausmaß und die Bedeutung sozialer und ethnischer Disparitäten in Kindergarten und Grundschule und * frühe Bildungsrenditen.

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests
Interview: Persönliches Interview (PAPI (Papierfragebogen))
Interview: Telefonisches Interview (CATI (Computerunterstützte telefonische Befragung))

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland

UntersuchungseinheitLehrkräfte; Schulleitung; Eltern; Pädagogisches Personal; Kindergartenkinder

Population / Stichprobe4-jährige Kindergartenkinder, die 2012 schulpflichtig werden

AnmerkungenWeitere Informationen unter: https://www.neps-data.de/de-de/datenzentrum/datenunddokumentation/startkohortekindergarten.aspx

Fragestellung In vielen Ländern der Bundesrepublik vollziehen sich derzeit Änderungen in Struktur und Inhalt der gymnasialen Oberstufe, beispielsweise durch die Verkürzung der Gymnasialzeit von 9 Jahren (G9) auf 8 Jahre (G8). Eine derartige Reform, verbunden mit einer Umorientierung der Lehrsteuerung, wurde 2004 auch in Baden-Württemberg umgesetzt. Im Rahmen dieser Teilstudie des NEPS wurden diese Änderungen gezielt untersucht und ihre Effekte dokumentiert. Es wurde geprüft, welche Auswirkungen die Einführung der auf acht Jahre verkürzten Gymnasialzeit auf den Leistungsstand und die Motivation der Schülerinnen und Schüler hatte. Im Herbst 2003 traten die letzten Schülerinnen und Schüler in den G9-Zug mit Lehrplan-Steuerung ein, im Herbst 2004 die ersten in den G8-Zug mit Bildungsstandard-Steuerung. Diese beiden Jahrgänge machten gleichzeitig im Jahr 2012 das Abitur und wurden in der Kursstufe (also den letzten zwei Schuljahren) gemeinsam unterrichtet. Das Design der Studie zur G8-Reform in Baden-Württemberg sah drei Querschnittswellen vor; es handelte sich hierbei also um keine Panelbefragung. In den drei Erhebungswellen wurden jeweils die Abschlussjahrgänge getestet und befragt. In den drei Erhebungswellen werden jeweils die Abschlussjahrgänge getestet und befragt: (1) der Abiturjahrgang 2010/11, in dem fast alle Abiturientinnen und Abiturienten 13 Jahre lang die Schule besucht haben. (Ausnahme ist eine Minderheit von ca. 15 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die freiwillig schon vor der offiziellen Einführung des G8 eine verkürzte Gymnasialzeit wählen konnten.) (2) der Abiturjahrgang 2011/12, in dem sowohl G8- als auch G9-Schülerinnen und -Schüler das Abitur machen ("Doppeljahrgang"); (3) der Abiturjahrgang 2012/13, in dem sich erstmals nur Schülerinnen und Schüler befinden, die nach 12 Jahren das Abitur erlangen. Zusätzlich zur Befragung der Schülerinnen und Schüler werden Kompetenztests in den Fächern Englisch, Mathematik, Biologie und Physik eingesetzt. Zur Erfassung der kognitiven Fähigkeiten wird auf einen spezifisch für NEPS entwickelten Test zurückgegriffen. Außerdem werden am Schuljahresende die Noten der Kursstufe sowie die Abiturprüfungsnoten in den Schulen erfragt. In Ergänzung zur Befragung und Testung der Schülerinnen und Schüler werden auch die Fachleiterinnen und Fachleiter der Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch sowie die Schulleitungen befragt, um Informationen zur Lernumwelt und zu strukturellen Rahmenbedingungen zu erhalten.

Erhebungsmethode(n)Erfragung der Noten der Kursstufe sowie der Abiturprüfungsnoten in den Schulen zu Schuljahresende
spezifisch für NEPS entwickelter Test
Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests
Interview: Persönliches Interview

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Baden-Württemberg)

UntersuchungseinheitLehrkräfte; Schulleitung; Schulabgänger

Population / StichprobeDer Zugang zur Grundgesamtheit aller Schülerinnen und Schüler an Gymnasien in Baden-Württemberg, die von der G8/G9-Reform betroffen waren, erfolgte über eine größenproportionale Auswahl von 50 Gymnasien (proportional zur mittleren Schülerzahl der Jahrgänge zehn bis zwölf des Schuljahres 2009/10). Über die ausgewählten Gymnasien wurden die vier von der Reform betroffenen Schülerkohorten erreicht: a) Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe im Schuljahr 2010/11, b) Schülerinnen und Schüler der 12. und c) 13. Jahrgangsstufe im Schuljahr 2011/12 (?Doppeljahrgang?) sowie d) Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe im Schuljahr 2012/13. Innerhalb des jeweiligen Jahrgangs wurde ein Stichprobenumfang von 40 Schülerinnen und Schülern pro ausgewählte Schule mittels einer einfachen Zufallsauswahl realisiert.

AnmerkungenWeitere Informationen unter: https://www.neps-data.de-de/datenzentrum/datenunddokumentation/zusatzstudiebaden-württemberg.aspx

Fragestellung Viele Bundesländer reformieren gegenwärtig das Curriculum und die Organisation der gymnasialen Oberstufe. Im Allgemeinen zielen diese Veränderungen auf eine stärkere Betonung der Allgemeinbildung und eine Einschränkung der Differenzierung (Konsolidierung) des Leistungskurs-Grundkurs-Systems in den beiden letzten Oberstufenjahren. Die Untersuchung zur Reform des Leistungskurs-Grundkurs-Systems im Rahmen des Nationalen Bildungspanels erfolgte in Thüringen an Absolventenjahrgängen in den Jahren 2010 (letzter Jahrgang, der nicht von der Reform betroffen ist) und 2011 (erster reformierter Jahrgang). Die Studie zur organisatorischen Reform der gymnasialen Oberstufe in Thüringen fand an 32 Schulen der Sekundarstufe II statt. In den ausgewählten Schulen wurden alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 (entsprechende Einverständniserklärung vorausgesetzt) einmal getestet und befragt. Es handelt sich hierbei also um keine Panelbefragung. Zum Einsatz kamen Fachleistungstests in den Bereichen Mathematik, Physik, Biologie und Englisch, Fragen zum sozialen Hintergrund der Schülerinnen und Schüler, ein Test zu kognitiven Fähigkeiten sowie Fragebogeninstrumente zur Erfassung möglicher Auswirkungen der Reform. Zusätzlich wurden die Eltern und die Fachlehrkräfte der Jahrgangsstufe 12 in die Untersuchung eingebunden.

Erhebungsmethode(n)Fragebogeninstrumente
Interview: Persönliches Interview (PAPI (Papierfragebogen))
Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Thüringen)

UntersuchungseinheitSchüler; Lehrkräfte; Eltern

Population / StichprobeDer Zugang zur Grundgesamtheit aller Schülerinnen und Schüler in der 12. Jahrgangsstufe an thüringischen Gymnasien erfolgte durch eine zufällige Auswahl von 32 Gymnasien, unter Berücksichtigung einer expliziten Schichtung. In der ersten Schicht wurden alle Gymnasien mit einem expliziten naturwissenschaftlichen Schwerpunkt zusammengefasst, die zweite Schicht umfasste alle anderen Gymnasien in Thüringen. Innerhalb dieser Schichten wurde eine einfache Zufallsauswahl der Gymnasien getroffen. Alle Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Jahrgangstufe an diesen Schulen wurden zur Teilnahme an der Erhebung eingeladen.

AnmerkungenWeitere Informationen unter: https://www.neps-data.de -de/datenzentrum/datenunddokumentation/zusatzstudiethüringen.aspx

Fragestellung Ziel dieser Teilstudie ist der Aufbau einer Längsschnittkohorte, die mit Säuglingen im ersten Lebensjahr startet. Die Familien werden zu Hause besucht. Es werden umfangreiche, theoriegeleitete Erhebungen mit den Kindern (als Zielpersonen) und ihren Eltern sowie außerhäuslichen Betreuungspersonen (Gruppenleiter der Kinderkrippe oder des Kindergartens, Tagesmütter oder -väter) durchgeführt. Mit den daraus gewonnen Daten wird es möglich sein, Bildungsprozesse, Bildungsverläufe und Kompetenzentwicklung zu beschreiben und zu analysieren. Leitende Forschungsfragen: ? Wie entwickeln sich bildungsrelevante frühe Fähigkeiten und Fertigkeiten von Kindern unter vier Jahren und wie werden Entwicklungs- und Bildungsprozesse in familialen und außerfamilialen Betreuungs- und Bildungssettings gefördert? ? Wie interagieren familiale und außerfamiliale Settings? ? Ab welchem Alter werden außerfamiliale Betreuungs- und Bildungssettings genutzt und inwiefern hängt die Nutzung ab vom Entwicklungsstand des Kindes und/oder dem familialen Hintergrund, einschließlich der familialen Lernumwelt, elterlichen Bedürfnissen und Orientierungen?

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests
Interview: Persönliches Interview (PAPI (Papierfragebogen))
1;2;CAPI (Computerunterstützte persönliche Befragung)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland

UntersuchungseinheitEltern; Pädagogisches Personal

Population / StichprobeGrundgesamtheit: 6-8-Monate alte Säuglinge zum Paneleintritt 2012/13
Stichprobe: Zufallsstichprobe

AnmerkungenWeitere Informationen zur Studie: https://www.neps-data.de/de-de/datenzentrum/datenunddokumentation/startkohorteneugeborene.aspx

Fragestellung Die deutschen Hochschulen sind mit einer Reihe von Herausforderungen und Entwicklungen konfrontiert, die neue Forschungsfragen aufwerfen. Zu nennen sind u. a. die Einführung der zweistufigen Studienstruktur, die zunehmende Forderung nach Outcome-Orientierung, die Entwicklung der Hochschulen zu Einrichtungen des lebenslangen Lernens, die Erhöhung der (internationalen) Wettbewerbsfähigkeit und der sich abzeichnende Mangel an hochqualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig haben die zentralen Themen der vergangenen Dekaden, wie z. B. Studienabbruch, soziale Selektivität des Hochschulzugangs und das Verhältnis von Hochschule und Beruf, nicht an Aktualität verloren. Um die damit verbundenen Forschungsfragen zu beantworten, wird eine Kohorte von Studienanfängerinnen und Studienanfängern auf ihrem Weg durch das Studium bis in den Beruf hinein begleitet werden. Untersucht werden dabei insbesondere die Bildungsentscheidungen, die Entwicklung von Kompetenzen, die Erträge eines Studiums und der Übergang in den Beruf. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Kompetenzen von Studierenden und Kompetenzentwicklung im Studienverlauf: *Über welche fachlichen und außerfachlichen Kompetenzen verfügen Studierende? Inwieweit korrespondieren diese mit den Anforderungen des Beschäftigungssystems? Inwieweit hängt der Kompetenzerwerb vom Hochschultyp und von der Fachrichtung ab? In welcher Weise beeinflussen unterschiedliche Lernumwelten und individuelle Lernstrategien die Kompetenzentwicklung? * Bildungsentscheidungen im Studienverlauf und Studienerfolg: Was sind die Determinanten für Entscheidungen im Studium - wie z. B. Studienabbruch, Studienfachwechsel, Auslandsstudium, Aufnahme eines Masterstudiums - und für den Studienerfolg? Welche Rolle spielen hierbei Kompetenzen, welche Rolle spielen soziale Faktoren wie soziale Herkunft, Geschlecht und Migrationserfahrungen? Welche Konsequenzen haben getroffene Entscheidungen für den weiteren Bildungs- und Berufsverlauf? * Übergänge in den Beruf und beruflicher Erfolg: Welche Bedeutung für Berufseintritt und Berufserfolg (z. B. berufliche Position, Einkommen, Beschäftigungssicherheit) haben erworbene Kompetenzen auf der einen Seite und formale Qualifikationen (Zeugnisse), soziale Herkunft, Geschlecht sowie soziales und kulturelles Kapital auf der anderen Seite? Welche Rolle spielen fachübergreifende Kompetenzen im Vergleich zu fachspezifischen Kompetenzen?

Erhebungsmethode(n)Interview: Web-basiertes Interview
Interview: Telefonisches Interview (CATI (Computerunterstützte telefonische Befragung))
Interview: Persönliches Interview (PAPI (Papierfragebogen))

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland

UntersuchungseinheitStudierende

Population / StichprobeStudienanfängerinnen und Studienanfänger in der Bundesrepublik Deutschland

AnmerkungenWeitere Informationen unter: https://www.neps-data.de -de/datenzentrum/datenunddokumentation/startkohortestudierende.aspx

Fragestellung Im Rahmen dieser Teilstudie werden Bildungs- und Erwerbsverläufe sowie die Kompetenzentwicklung im Lebensverlauf von Erwachsenen erhoben. Um Bildung im Erwachsenenalter untersuchen zu können, wird die ganze Bandbreite von Bildungsaktivitäten und Lernprozessen (formale, nicht-formale und informelle Bildung), Entscheidungen, die zu ihrer Beteiligung führen und der bisherige Lebensverlauf der Befragten (insbesondere die Bildungs- und Erwerbsgeschichte, Partnerschaften sowie Kinder) detailliert erfasst. Ebenso wie das Wissen über Erwachsenenbildung in Deutschland ist auch das Wissen über Kompetenzausstattung und -veränderung nach der Schullaufbahn sehr gering. Deshalb werden im Rahmen dieser Teilstudie Lese-, Mathematik-, naturwissenschaftliche und ICT-Kompetenzen sowie nicht-kognitive Fähigkeiten (wie Persönlichkeit, Motivation und soziale Kompetenzen) erhoben. Inhaltlich ermöglichen die erhobenen Daten, ? die Bildungsverläufe von Erwachsenen über ihren Lebensverlauf hinweg, insbesondere über ihre Erwerbsgeschichte, nachzuzeichnen und die Bildungs- und Erwerbsverläufe jüngerer Kohorten nach dem Eintritt ins Erwerbsleben weiterzuverfolgen; ? die Determinanten für Entscheidungen, an formalen oder nicht-formalen Lernaktivitäten nach der Erstausbildung teilzunehmen oder nicht teilzunehmen, zu identifizieren; ? die Kompetenzausstattung unterschiedlicher Gruppen von Erwachsenen in Deutschland zu beschreiben und die Kompetenzentwicklung im Erwachsenenalter sowie die Rolle, die die Erwerbssituation dabei spielt, zu erklären; ? die Wirkungen spezifischer Bildungskontexte im Erwachsenenalter, vor allem der Erwerbssituation und der Familienkonstellation, auf Bildungsentscheidungen und die Weiterbildungsbeteiligung zu analysieren; ? die Erträge von formalen Qualifikationen, Kompetenzen und Erwerbserfahrung in Form von Löhnen, Erwerbskarrieren und anderen Lebensbereichen wie z.B. dem Wohlbefinden oder dem sozialem Engagement zu bestimmen; ? empirische Ergebnisse zur Kompetenzausstattung von Migranten, zu ihren Ressourcen, ihrer Weiterbildungsbeteiligung und zu deren Erträgen zu generieren; ? Gelegenheiten und Hindernisse für Lernprozesse und Bildung im höheren Erwachsenenalter zu identifizieren. Diese Teilstudie startete bereits im Jahr 2007, also vor der Gründung des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Die Erwachsenenbefragung 2007/08 (Welle 1) wurde unter dem Namen ?Arbeiten und Lernen im Wandel? (ALWA) vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt. Aufbauend auf ALWA wurde die erste Haupterhebung der Erwachsenenbefragung im Rahmen des Nationalen Bildungspanels (NEPS) von November 2009 bis Juni 2010 (Welle 2) durchgeführt. Darauf folgten Wiederholungsbefragungen im jährlichen Abstand. In der 4. Befragungswelle 2011/12 wurde die Stichprobe einmalig um neue Befragte aufgefrischt.

Erhebungsmethode(n)Interview: Telefonisches Interview (CATI (Computerunterstützte telefonische Befragung))
Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)
1;2;CAPI (Computerunterstützte persönliche Befragung)

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland

Untersuchungseinheitsonstiges

Population / StichprobeEinwohnermelderegisterstichprobe (mit den Auswahlstufen Gemeinden und Personen).
Die Stichprobe enthält Personen der Wohnbevölkerung Deutschlands aus den Geburtskohorten 1944 bis 1986, unabhängig von ihrem Erwerbsstatus, ihrer Nationalität und ihren Deutschkenntnissen.

AnmerkungenWeitere Informationen unter: https://www.neps-data.de/de-de/ datenzentrum/datenunddokumentation/startkohorteerwachsene.aspx

Projekt- und studienbezogene Publikationen (Auswahl)Blossfeld, Hans-Peter; Maurice, Jutta von: Education as a lifelong process. - Aus: Blossfeld, Hans-Peter (Hrsg.); Roßbach, Hans-Günther (Hrsg.); Maurice, Jutta von (Hrsg.): Education as a lifelong process. The German National Educational Panel Study (NEPS). Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwissenschaften (2011), S. 19-34, URL: https://doi.org/10.1007/s11618-011-0179-2 - Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. Sonderheft. 14 - ISBN: 978-3-531-17785-4

Fuß, Daniel; Maurice, Jutta; Roßbach, Hans-Günther: A unique research data infrastructure for educational research and beyond. The national educational panel study. - In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, 236 (2016) 4, S. 517-528 - ISSN: 0021-4027

Blossfeld, Hans-Peter (Hrsg.); Maurice, Jutta von (Hrsg.); Bayer, Michael (Hrsg.); Skopek, Michael (Hrsg.): Methodological issues of longitudinal surveys. The example of the National Educational Panel Study. - Wiesbaden: Springer VS (2016), 741 S., URL: https://doi.org/10.1007/978-3-658-11994-2; http://www.ciando.com/ebook/bid-2111715 - ISBN: 978-3-658-11992-8

Literaturrecherche im Fachportal Pädagogik

Persistent Identifier

Forschungsdaten

DOI: 10.5157/NEPS:SC4:10.0.0

DOI: DOI:10.5157/NEPS:SC3:8.0.1

DOI: 10.5157/NEPS:SC2:8.0.0

DOI: 10.5157/NEPS:BW:3.2.0

DOI: 10.5157/NEPS:TH:2.0.0

DOI: 10.5157/NEPS:SC1:6.0.0

DOI: 10.5157/NEPS:SC5:12.0.0

DOI: 10.5157/NEPS:SC6:10.0.0