RABE - Differentialdiagnostische Relevanz des Arbeitsgedächtnisses bei Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

Studienlaufzeit
  • 2011
Leitung Hasselhorn, Marcus / Büttner, Gerhard / Mähler, Claudia / Grube, Dietmar (ORCID: 0000-0002-8661-4091)
Mitarbeit Fischbach, Anne / Klesczewski, Julia / Brandenburg, Janin
Beteiligte Institution
Das Projekt RABE untersuchte die differentialdiagnostische Relevanz des Arbeitsgedächtnisses für Kinder mit umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten. Eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Funktionsbereiche des Arbeitsgedächtnisses im Entwicklungsverlauf und ihrer Einflüsse auf die Entwicklung unterschiedlicher Lernstörungen waren daher das primäre Anliegen des Projektes. In diesem Zusammenhang wurden folgende Fragestellungen bearbeitet: (1) Lassen sich störungsspezifi ... Das Projekt RABE untersuchte die differentialdiagnostische Relevanz des Arbeitsgedächtnisses für Kinder mit umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten. Eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Funktionsbereiche des Arbeitsgedächtnisses im Entwicklungsverlauf und ihrer Einflüsse auf die Entwicklung unterschiedlicher Lernstörungen waren daher das primäre Anliegen des Projektes. In diesem Zusammenhang wurden folgende Fragestellungen bearbeitet: (1) Lassen sich störungsspezifische Funktionsdefizite des Arbeitsgedächtnisses identifizieren? (2) Verändern sich die Funktionsdefizite des Arbeitsgedächtnisses bei Kindern mit diagnostizierten Lernstörungen zwischen acht und zwölf Jahren? (3) Lassen sich Unterschiede in der Arbeitsgedächtnisentwicklung zwischen Kindern feststellen, die ihre Lernstörungen erfolgreich überwinden, und solchen, denen dies nicht gelingt? An den drei Projektstandorten Frankfurt, Hildesheim und Oldenburg fanden im Sommer 2011 diagnostische Voruntersuchungen des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens sowie eine Überprüfung der allgemeinen Lernfähigkeit (Intelligenz) bei mehr als 2000 Kindern am Ende der zweiten Klassenstufe statt. Basierend auf diesem Screening wurden des Weiteren 465 Kinder, ohne Lernschwierigkeiten (Vergleichsgruppe) und mit unterschiedlichen Lernstörungen und Lernschwächen, für die Längsschnittstudie ausgewählt und seit der dritten Klasse in halbjährlichen Abständen untersucht. Erfasst wurden Schulleistungen, Arbeitsgedächtnisfunktionen und weitere spezifische Prädiktoren von Schulleistungen wie phonologische Bewusstheit und mathematische Basiskompetenzen. (DIPF/Projekt)
Website
Förderprogramm / Forschungsprogramm
Fördereinrichtung Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE), Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Forschungsdesign
  • Längsschnitt
Untersuchungsgebiet (geogr.)
  • Deutschland; Hessen; Bremen; Niedersachsen
Erhebungseinheit Eltern; Schüler
Grundgesamtheit / Population
  • Schüler der 2. bis 5. Jahrgangsstufe; Eltern

RABE: Screening (M0)

Erhebungszeitraum
  • 2011 - 2012
Erhebungsverfahren
  • Screening
Anmerkungen zu den Daten Die Daten wurden zu internen Zwecken archiviert und sind nicht frei zugänglich. Der Datenzugang ist beschränkt auf die am Projekt beteiligten Wissenschaftler/innen.
Verfügbarkeit Nein

RABE: Messungen Arbeitsgedächtnisdiagnostik (M1, M3, M5)

Erhebungszeitraum
  • 2011 - 2012
  • 2012 - 2013
  • 2013 - 2014
Art der Daten
  • Kompetenz- und Leistungsdaten
Erhebungsverfahren
  • Messungen und Tests Leistungs- und Kompetenztests Computerbasierter Test
Anmerkungen zu den Daten Die arbeitsgedächtnisdiagnostischen Messungen erfolgten von Dezember 2011 bis Juni 2012, von Dezember 2012 bis Juni 2013 und von November 2013 bis August 2014 (M1, M2 und M3). Die Daten wurden zu internen Zwecken archiviert und sind nicht frei zugänglich. Der Datenzugang ist beschränkt auf die am Projekt beteiligten Wissenschaftler/innen.
Verfügbarkeit Nein

RABE: Messungen Schulleistungsdiagnostik (M2, M4, M6)

Erhebungszeitraum
  • 2012 - 2012
  • 2013 - 2013
  • 2014 - 2014
Art der Daten
  • Kompetenz- und Leistungsdaten
Erhebungsverfahren
  • Messungen und Tests Leistungs- und Kompetenztests Paper and Pencil Test
Anmerkungen zu den Daten Die schulleistungsdiagnostischen Messungen erfolgten von August bis Dezember 2012, von Mai bis September 2013 und von Mai bis August 2014 (M2, M4 und M6). Die Daten wurden zu internen Zwecken archiviert und sind nicht frei zugänglich. Der Datenzugang ist beschränkt auf die am Projekt beteiligten Wissenschaftler/innen.
Verfügbarkeit Nein

Publikationen

  • Martinez Méndez, R. & Schneider, M. & Hasselhorn, M. (2015). DERET 5-6+. Deutscher Rechtschreibtest für fünfte und sechste Klassen. Hogrefe.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Brandenburg, J. & Klesczewski, J. & Fischbach, A. & Schuchardt, K. & Büttner, G. & Hasselhorn, M. (2015). Working memory in children with learning disabilities in reading versus spelling. Searching for overlapping and specific cognitive factors. Journal of learning disabilities, 48(6), 622-634.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Brandenburg, J. & Klesczewski, J. & Fischbach, A. & Büttner, G. & Grube, D. & Mähler, C. & Hasselhorn, M. (2013). Arbeitsgedächtnisfunktionen von Kindern mit Minderleistungen in der Schriftsprache. Zur Dissoziation von Lese- und Rechtschreibfertigkeiten und zur Relevanz des IQ-Diskrepanzkriteriums. Lernen und Lernstörungen, 2(3), 147-159.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Fischbach, A. & Schuchardt, K. & Brandenburg, J. & Klesczewski, J. & Balke-Melcher, C. & Schmidt, C. & Büttner, G. & Grube, D. & Mähler, C. & Hasselhorn, M. (2013). Prävalenz von Lernschwächen und Lernstörungen: Zur Bedeutung der Diagnosekriterien. Lernen und Lernstörungen, 2(2), 65-76.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Moll, K. & Landerl, K. (2010). SLRT-II. Lese- und Rechtschreibtest. Weiterentwicklung des Salzburger Lese- und Rechtschreibtests (SLRT). Huber.
    Literaturnachweis auf fachportal-paedagogik.de
  • Birkel, P. (2007). Weingartener Grundwortschatz Rechtschreib-Test für 2. und 3. Klassen (WRT 2+). Göttingen: Hogrefe.
  • Birkel, P. (2007). Weingartener Grundwortschatz Rechtschreib-Test für dritte und vierte Klassen (WRT 3+). Göttingen: Hogrefe.
  • Blomert, L., & Vaessen, A. (2008). 3DM differentiaal diagnostiek can dyslexie: Eeen cognitieve analyse van lezen en spellen. Amsterdam: Boom.
  • Cattell, R.B., Weiß, R.H. & Osterland, J. (1997). Grundintelligenztest Skala 1 (CFT 1). Göttingen: Hogrefe.
  • Döpfner, M., Görtz-Dorten, A., Lehmkuhl, G., Breuer, D. & Goletz, H. (2008). Diagnostik-System für psychische Störungen nach ICD-10 und DSM-IV für Kinder und Jugendliche-II (DISYPS-II). Bern: Huber.
  • Gölitz, D., Roick, Th. & Hasselhorn, M. (2006). Deutscher Mathematiktest für vierte Klassen (DEMAT 4). Göttingen: Hogrefe.
  • Götz, L., Lingel, K., Schneider, W. (2013). Deutscher Mathematiktest für fünfte Klassen (DEMAT 5+). Göttingen: Hogrefe.
  • Grob, A., Meyer, C.S. & Hagmann-von Arx, P. (2009). Intelligence and Development Scales (IDS; Intelligenz- und Entwicklungsskalen für Kinder von 5-10 Jahren). Bern: Huber.
  • Grube, D., Weberschock, U., Blum, M., Hasselhorn, M. & Gölitz, D. (2010). Diagnostisches Inventar zu Rechenfertigkeiten im Grundschulalter (DIRG). Göttingen: Hogrefe.
  • Hasselhorn, M., Schumann-Hengsteler, R., Gronauer, J., Grube, D., Mähler, C., Schmid, I., Seitz-Stein, K. & Zoelch, C. (im Druck). Arbeitsgedächtnistestbatterie für Kinder von 5 bis 12 Jahren (AGTB 5-12). Göttingen: Hogrefe.
  • Krajewski, K., Liehm, S. & Schneider, W. (2004). Deutscher Mathematiktest für zweite Klassen (DEMAT 2+). Göttingen: Hogrefe.
  • Lenhard, W. & Schneider, W. (2006). Ein Leseverständnistest für erst- bis Sechstklässler (ELFE 1-6). Göttingen: Hogrefe.
  • Petermann, F., Metz, D. & Fröhlich, L.P. (2010). Sprachstandserhebungstest für Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren (SET 5-10). Göttingen: Hogrefe.
  • Roick, Th., Gölitz, D. & Hasselhorn, M. (2004). Deutscher Mathematiktest für dritte Klassen (DEMAT 3+). Göttingen: Hogrefe.
  • Stock, C., Marx, P. & Schneider, W. (2003). Basiskompetenzen für Lese-Rechtschreibleistungen - Ein Test zur Erfassung der phonologischen Bewusstheit vom ersten bis vierten Grundschuljahr (BAKO). Göttingen: Hogrefe.
  • Wolf, M. & Denckla, M.B. (2005). Rapid automatized naming and rapid alternating stimulus tests (RAN/RAS). Austin: PRO-ED.
  • Unveröffentlichte Verfahren: Ehm, J.H. (unveröffentlicht). Fragebogen zum akademischen Selbstkonzept. s. Publikation: Ehm, J.H., Duzy, D. & Hasselhorn, M. (2011). Das akademische Selbstkonzept bei Schulanfängern. Frühe Bildung, 0, 37-45.
  • Landerl, K. (unveröffentlicht). IDADI – Computeraufgaben zum Zahlengrößenvergleich und Mengengrößenvergleich. s. Publikationen: Landerl, K., Fussenegger, B., Moll, K. & Willburger, E. (2009). Dyslexia and dyscalculia: Two learning disorders with different cognitive profiles. Journal of Experimental Child Psychology, 103, 309-324. Landerl, K., Bevan, A. & Butterworth, B. (2004). Developmental dyscalculia and basic numerical capacities: a study of 8-9-year-old students. Cognition, 93, 99-125.
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