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Hinweise

Tools zur (Um-) Benennung von Dateinamen

(Auswahl)

Dateibenennung und Dateiorganisation

Im Folgenden geht es um die Benennung und Organisation digitaler Forschungsdaten, das heißt um Dateinamen, Versionierung und Ordnerstrukturen.

Für die eigene Arbeit und das eigene Forschungsprojekt ist es hilfreich, hierfür spezifische Regelungen festzulegen.

Regelungen zur Dateibenennung und -organisation beziehen sich auf den Umgang mit Ordnern und den darin enthaltenen Dateien, die durch eine Person oder durch mehrere Personen in einem Forschungsprojekt verwendet werden. Dabei gilt, Ordner und Dateien sollten systematisch benannt und geordnet sein, damit

  • die Dateien jetzt und in Zukunft, durch den/die Ersteller/in der Datei oder andere Projektmitarbeiter/innen leicht auffindbar und zugänglich sind,
  • längeres Suchen von Dateien oder das Vergleichen verschiedener Versionen von Dateien vermieden wird,
  • Änderungen nachvollziehbar sind und
  • die Dateien nicht versehentlich gelöscht oder überschrieben werden.

Hier gelangen Sie zu den einzelnen Kapiteln:

 Dateiorganisation/ Ordnerstruktur
 Benennung von Dateien
 Versionierung
 Hinweise zur Benennung von Forschungsdaten und Forschungsmaterialien
 Weiterführende Hinweise und Quellen

Dateiorganisation/ Ordnerstruktur

Die Art der Dateiorganisation ist u. a. abhängig von den Rahmenbedingungen eines spezifischen Projektes. Diese geben eventuell einen bestimmten Ablageort oder eine bestimmte Sortierung vor. Eine Rolle spielen dabei beispielsweise die datenschutzrechtliche und ethische Sensibilität der Daten, etwaige Urheberrechte und Lizenzen, die Art und Anzahl unterschiedlicher Datentypen, die in einem Projekt verwendet werden, sowie das erwartete Dateivolumen.  

Ablageort

Ein geeigneter Ablageort für Dateien

Ordnerstruktur

Eine Ordnerstruktur ist idealerweise hierarchisch gegliedert und sollte inhaltlich aufeinander aufbauen.Folgende Ordnungskategorien kommen in Betracht:

 Weitere Informationen zur Benennung folgen im nächsten Abschnitt und unsere Empfehlungen zur Benennung sind unten aufgeführt.

Beispiele für Ordner im Rahmen eines Ordnersystems (vgl. Long 2009):

Benennung von Dateien

Die Art und Weise der Benennung von Dateien ist ein wichtiger Baustein der Dateiaufbewahrung und -sicherung.

Eine klare Dateibenennung,

Richtlinien für die gewählte Methode zur Benennung von Dateien:

Mögliche Probleme durch zu lange Dateinamen und –pfade:

Dateienbenennen_Pfadlaenge.jpg

Dateienbenennen_Sonderzeichen.jpg.png

Diese Fehlermeldung erscheint, wenn die erstellten Ordner eines Pfades die zulässige Pfadlänge überschreiten.

Hier sind Beispiele für Fehler, die auftreten können, wenn in den Dateinamen zu viele Umlaute verwendet wurden.

 

Mögliche Bestandteile von Dateinamen:

Versionierung

Um verschiedene Stadien der Bearbeitung von Dateien nachvollziehen und unterscheiden zu können, sollte eine konsequente Versionierung vorgenommen werden. Diese sollte für den Ersteller und allen anderweitig Beteiligten Sinn ergeben.

Versionierungen können im Dateinamen, in der Datei selbst oder in einem gesonderten Versionierungsdokument vorgenommen werden.

Beispiel - Versionierung in der Datei oder in einem gesonderten Dokument:

Parameter
 
Version
2.0
Datum letzte Änderung
19.6.2017
Geändert durch
Max Mustermann
öffentlich / vertraulich
öffentlich

 

Versionsdoku
Änderungen
1.0. (1.3.2016)
Freigabe
1.1. (1.7.2016)
Verbesserung Rechtschreibfehler
1.2. (7.12.2016)
Änderung im Layout
2.0. (19.6.2017)
Neues Kapitel (3.1.) hinzugefügt

 

Beispiel - Versionierung im Dateinamen:

Weitere Hinweise

Hinweise zur Benennung von Forschungsdaten und Forschungsmaterialien

Im Folgenden werden wichtige Bezeichnungen für die Benennungen der jeweiligen Dateien rot markiert.

Bestandteile von Dateinamen im Allgemeinen

[ID oder Studiennummer]_[Kürzel für Daten- bzw. Materialtyp]_[laufende Nummer]_[ggf. Version]_[ggf. Seriennummer]

Qualitative Interviews "int"

Mögliche Bestandteile des Namens:
[ID oder Studiennummer]_[Kürzel für Interview]_[laufende Nummer]_[Version]

Beispiel: Dateibenennung für das erste geführte Interview

Beispiel: Mehrere Audiodateien je Interview

[ID oder Studiennummer]_[Kürzel für Interview]_[laufende Nummer]_[Version]_[Kennzeichner für Serie]

Fokusgruppen "fg"

Beispiel: Dateibenennung für das erste Transkript der Fokusgruppe

[ID oder Studiennummer]_[Kürzel für Fokusgruppe]_[laufende Nummer]_[Version]

s01_fg01_v001 (rtf-Datei, gespeichert als s01_fg_001_v01.rtf)

Bild- und Videodateien "pic", "vid"

Beispiel: Erste Bild- und Videodatei

[ID oder Studiennummer]_[Kürzel für Bild oder Video]_[laufende Nummer]_[Version]

Beispiel: Ein Bild steht im Zusammenhang mit einem speziellen Ereignis oder einer bestimmten Veranstaltung (z.B. Bild einer Fokusgruppe oder einer bestimmten Person)

[ID oder Studiennummer]_[Bild oder Video]_[laufende Nummer]_[Version]_[Kennzeichner für Serie]

Beispiel: Das Bild gehört zu einem Interview, die Benennung erfolgt entsprechend der Benennung des zugehörigen Interviews mit Bilddateiendung (.tiff)

Beobachtungen "obs", Feldnotizen "notes"

Beispiel: Schriftliche Aufzeichnungen während einer Gedichtinterpretation im Unterricht

[ID oder Studiennummer]_[Art des Unterrichtsmaterials]_[laufende Nummer]

Quantitative Daten "ds", "syn", "op"

[ID oder Studiennummer]_[Kennzeichner für Datensatz]_[Version]
z.B. s5600_ds01_v01

[ID oder Studiennummer]_[Kennzeichner für Syntax]_[Version]
z.B. s5600_syn01_v01

[ID oder Studiennummer]_[Kennzeichner für Output]_[Version]
z.B. s5600_op01

Materialien

[ID oder Studiennummer]_[Dateityp]_[Version]

Beispiele:

Weiterführende Hinweise und Quellen

Kaps, R. und Volker S. 2017. Vertiefungsworkshop zum Forschungsdatenmanagement. Dateienorganisation und Projektablage (Workshop im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der Leibniz Universität Hannover, 9. März 2017). Verfügbar unter: https://www.fdm.uni-hannover.de/fileadmin/fdm/170309_FDM_Vertiefungsworkshop_Projektablage_final_mitErgebnissen.pdf 

Long, J. S. (2009). The Workflow of Data Analysis Using Stata. Texas: Stata Press.

Research Data Management Training der University of Edinburgh zu "Organising Data". Verfügbar unter: http://mantra.edina.ac.uk/  

 

Letzte Aktualisierung: 08.12.2017

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