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Potenzial der Muttersprache zur Verringerung von Bildungsungleichheit

Wortschatzerwerb von Kindern nichtdeutscher Familiensprache vor zentralen Übergängen des Bildungssystems: Teilprojekt A

Laufzeit01.11.2011 - 30.04.2015

Im gemeinsamen Verbundvorhaben untersuchten zwei Interventionsstudien das Potenzial der Muttersprache beim Lernen eines bildungssprachlichen Wortschatzes. Die konkrete Forschungsfrage lautete dabei: Lernen Kinder mit türkischer Familiensprache mehr Wortschatz im Deutschen, wenn sie Texte zunächst auf Türkisch und dann auf Deutsch gelesen bzw. gehört haben, als wenn sie die Texte zweimal auf Deutsch lesen bzw. hören? In diesem Teilvorhaben erhielten die Kinder im Primarbereich in den Interventionssitzungen kurze Texte mit Zielwörtern aus der deutschen Bildungssprache. Der Zielwortschatz sollte im Rahmen von 20 Interventionssitzungen durch Lesen kurzer Texte gelernt werden. Dabei wurden zwei unterschiedliche Untersuchungsbedingungen des Wortschatzlernens miteinander verglichen. Kinder der Gruppe A lasen die Interventionstexte zweimal auf Deutsch und Kinder der Gruppe B zunächst auf Türkisch und anschließend auf Deutsch. Die Kinder wurden randomisiert auf die Untersuchungsbedingungen verteilt. Unmittelbar vor und nach der Interventionsphase erfolgten die Prätestung und Posttestung. Sechs Wochen nach der Intervention erfolgte außerdem ein erstes Follow up, nach dem Übergang auf die weiterführende Schule ein weiteres Follow up. Neben der Lesefähigkeit im Deutschen und Türkischen wurden sozioökonomischer Status sowie kognitive Fähigkeiten der Kinder erfasst. Um den Wortschatzzuwachs bei den Kindern bestimmen zu können, wurde zu allen Messzeitpunkten ein bereits erprobter Test zum Zielwortschatz eingesetzt. Es zeigte sich, dass Lernen aus dem Kontext tatsächlich effektiv ist, um den Wortschatz zu fördern. So lernen Kinder in der Grundschule, die Texte mit kontexteingebetteten Zielwörtern lesen, tendenziell mehr Wörter als Kinder, die Texte ohne diese Zielwörter erhalten. (DIPF/Projektträger)

ProjektleitungMcElvany, Nele

Beteiligte Wissenschaftler/innenOhle, Annika

Beteiligte Institution(en)Institut für Schulentwicklungsforschung (Technische Universität Dortmund)

Kontakt des Projektsmcelvany@ifs.tu-dortmund.de

AlternativtitelEffektivität von Wortschatzförderung bei Grundschülerinnen und Grundschülern nichtdeutscher Familiensprache (Interventionsstudie Muttersprache - InterMut)

Projektwebsitehttp://www.ifs.tu-dortmund.de/cms/de/Home/Forschungsbereiche/AG-McElvany/Abgeschlossene-Projekte/InterMut1.html; http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/525.php

SchlagwörterWortschatzarbeit; Sprachförderung; Sprachentwicklung; Leseverstehen; Schüler; Grundschule; Schuljahr 04; Migrationshintergrund; Deutsch als Zweitsprache; Türkisch; Wortschatz; Lesen; Bildungssprache; Hörverständnis; Mehrsprachigkeit; Interventionsstudie; Wortschatztest; Vortest; Nachtest; Testverfahren; Statistische Analyse; Deutschland

Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Sozialer Wandel und Strategien der Förderung

FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderkennzeichen01JC1121A

Verwandte ProjektePotenzial der Muttersprache zur Verringerung von Bildungsungleichheit. Teilprojekt B

AnmerkungenDas Projekt wurde ausgabenneutral vom 30.10.2014 bis zum 30.04.2015 verlängert.

StudienleitungMcElvany, Nele; Ohle, Annika

UntersuchungsdesignExperimentelles Design
Details: Experimentalstudie mit vier Treatmentgruppen (inklusive Kontrollgruppe)

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)
Eigenständig auszufüllender Fragebogen

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl: Quotenstichprobe

Population / StichprobeSchulen (N=12); Klassen 4. Jahrgangsstufe (N=29); Grundschüler der 4. Klassenstufe (N=612)

Die bisher erzielten Ergebnisse deuten darauf hin, dass die schriftliche Darbietung des Interventionsmaterials in der Familiensprache keinen Effekt auf den Wortschatzzugewinn türkischer Schüler zeigt. Die türkische Lesekompetenz der Kinder war jedoch recht gering, so dass eine auditive Darbietung des Interventionsmaterials eine erfolgsversprechende Alternative zu den bisher eingesetzten Lesetexten bietet. Um das Potenzial der Familiensprache hinreichend untersuchen zu können, wurde in InterMut-Audio in einem Prä-Posttest-Design mit zwei Gruppen (im Kontext von 17 Schulklassen) mit Hilfe zweier bereits vorliegender Interventionstexte und einem zugehörigen, erprobten Wortschatztestverfahren überprüft, ob sich der Einsatz von auditivem familiensprachlichen Input auf das Wortschatzlernen der türkischsprachigen Schüler auswirkt. Ergebnisse liegen zurzeit noch nicht vor. (DIPF/Projekt)

StudienleitungMcElvany, Nele; Ohle, Annika

Laufzeit der Studie01.11.2011 - 31.10.2014

UntersuchungsdesignExperimentelles Design
Details: Prä-Posttest-Design (zwei Treatmentgruppen)

Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)
Eigenständig auszufüllender Fragebogen

Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Nordrhein-Westfalen)

UntersuchungseinheitSchüler

AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl: Quotenstichprobe

Population / StichprobeGrundschüler (N=237)