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Daten managen Datenmanagement Urheberrechtliche Aspekte
Wissenswert

Im Projekt DataJus   wird ab 01. Juni 2017 an der TU Dresden zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des Forschungsdatenmanagements  geforscht.

 

 

Urheberrechtliche Aspekte der Sicherung und Nachnutzung von Forschungsdaten

(erstellt unter freundlicher Mitwirkung von RAe Goebel&Scheller)

Das Urheberrecht liegt in der Regel beim „Schöpfer“ eines „Werks“. Darstellungen von Forschungsdaten wie etwa Forschungsberichte oder Studien können Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes sein. Sind mehrere Autoren beteiligt, können sie gemeinsam „Schöpfer“ sein.

Nutzungsrechte (nicht Urheberrechte) an Werken können eingeräumt werden für bestimmte Verwendungszwecke. Der Urheber kann dabei diese Rechte unbeschränkt einräumen oder z.B. zeitlich, räumlich und inhaltlich begrenzen.

Hierzu sind entsprechende (Lizenz-) Verträge zu schließen.

 Ein Archiv schließt aus diesem Grund vor der Überlassung von Forschungsdaten entsprechende Verträge ab, die das Einräumen von Nutzungsrechten zu bestimmten Zwecken regeln. Dies schließt in der Regel nicht aus, dass auch anderen Nutzungsrechte eingeräumt werden.

Forschungsdaten unterliegen in Deutschland nicht generell dem Urheberrecht:

"Um eine maximale Nachnutzbarkeit wissenschaftlicher Forschungsdaten zu gewährleisten, die prinzipiell dem Urheberrechtsgesetz unterliegen können, sollte die Vergabe von zusätzlichen Nutzungsrechten z.B. durch eine entsprechende Lizenzierung der Daten (z.B. durch Creative Commons Lizenzen  ) in Betracht gezogen werden. Die Vergabe solcher Lizenzen führt meist zu einer höheren Nutzung der Daten in der wissenschaftlichen Forschung und kann so zu einem Reputationsgewinn des Wissenschaftlers, auch über die Grenzen der jeweiligen Fachcommunity hinaus, beitragen."

(http://www.forschungsdaten.org/index.php/Urheberrecht  , Zugriff am 03.02.2017)

Veröffentlichung und Lizenzierung selbst entwickelter Instrumente

Falls Sie im Rahmen Ihrer Studie Instrumente selbst entwickelt haben, sind Sie häufig durch die Förderbedingungen verpflichtet, diese im Anschluss an das Projekt öffentlich zur Verfügung zu stellen. Sie sollten sich daher entscheiden, unter welchen Bedingungen Sie einer Nachnutzung zustimmen möchten und dies durch die Vergabe einer entsprechenden Lizenz kenntlich machen.

 Informationen zu verschiedenen Lizenzen finden Sie unter folgender Adresse: https://de.creativecommons.org/index.php/was-ist-cc/  .

 Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen empfiehlt in ihrem   Appell zur Nutzung offener Lizenzen in der Wissenschaft   die Nutzung von CC-BY-Lizenzen, d. h., die Instrumente dürfen nachgenutzt werden, allerdings sind die Autoren stets zu zitieren.

Wichtig ist, bereits bei der Aufgabenentwicklung auf die Urheberrechtslage zu achten, wenn externe Materialien zu Erläuterungszwecken (wie beispielsweise Erläuterungen von Aufgaben via Bildern oder auch Landkarten) eingebunden werden. So kann späteren Konflikten bei der Veröffentlichung von selbstentwickelten Aufgaben und Items vorgebeugt werden. Es empfiehlt sich, entweder auf frei verwendbare Materialien zurückzugreifen, oder aber das Einverständnis der Urheber bei geschützten Materialien über die geplanten Nutzungszwecke einzuholen und dieses auch zu dokumentieren.

Beispiele für drei verwendbare Bilddatenbanken:

Sollten Sie Ihre selbst entwickelten Instrumente nicht selbst zur Veröffentlichung anbieten können (z. B. auf Ihrer Webseite), so kann eine Veröffentlichung auch in der Instrumentendatenbank von Forschungsdaten Bildung (DaQS)   oder Testotheken und Testbibliotheken   geschehen. Hierzu berät Sie der Verbund Forschungsdaten Bildung gern.

 Hinweise zur Dokumentation von urheberrechtlich geschützten Forschungsinstrumenten hier

letzte Aktualisierung: 03.02.2017

Wissenswert

Im Projekt DataJus   wird ab 01. Juni 2017 an der TU Dresden zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des Forschungsdatenmanagements  geforscht.